18. Job-Info-Börse

Polizei ist der Renner

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Traumjob Polizeibeamter? Marc Wuthe brachte Ina (rechts) und Giulia (links) bei der Job-Info-Börse an der Joachim-Schumann-Schule seinen Beruf näher.

Babenhausen - Zum 18. Mal gestalteten Schule, Unternehmen, Schulsozialarbeit und die Kinder- und Jugendförderung Babenhausen die Job-Info-Börse. Von Ursula Friedrich 

33 Firmen, Betriebe und Institutionen gaben gestern rund 220 Schülern einen Einblick in spezielle Berufe, Ausbildungen und Studiengänge. „Ihr müsst Bock auf Menschen haben“, sagte Marc Wuthe. Der Ausblick in die vielfältige Arbeit der Polizei war in der Schülerschaft definitiv der Renner. „Wie lange dauert das Studium?“, „Ich würde gerne erst mal ein Praktikum machen!“, „Welche Hunde werden bei der Polizei ausgebildet?“ und „Ist die Pistole echt?“. Viele Fragen prasselten auf den uniformierten Referenten nieder, der immerhin mit 450 verschiedenen Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten innerhalb der Polizei warb.

Aber das war natürlich noch nicht alles: Mediengestalter, Mechatroniker oder Milchtechnologe? Im Dschungel von über 400 Ausbildungsberufen und noch mehr Studiengängen gab es für Jugendliche an der Offenen Schule Babenhausen gestern einen Zukunftskompass. Schon die Fülle von Ausbildungsberufen macht künftige Schulabgänger schwindelig. Nach einem Kurzseminar bei Elb-Schliff Werkzeugmaschinen stand für die einzige weibliche Interessentin fest: „Das ist nichts für mich.“

Ausbildungsschmiede Elb-Schliff: Elmar Wolf gab seinem interessierten Publikum praktische Einblicke.

„Mechatroniker, das kann ich mir vorstellen“, erklärte hingegen Realschüler Dominik, der nach diversen Bewerbungen bereits Zusagen hat, und nun sogar unter mehreren Ausbildungsbetrieben entscheiden kann. Und Kollege Jan lobte: „Das hier war sehr lehrreich. Ich habe mich noch nicht festgelegt, auch das Praktikum bei einer Schlosserei in Schaafheim hat mir gut gefallen.“ Wem die Zielstrebigkeit bei der Berufswahl fehlte, bekam Mut gemacht: „Thomas Edison hat einmal gesagt: Ich habe 1 000 Wege gefunden, wie es nicht geht“, zitierte Bürgermeister Achim Knoke den Erfinder der Glühbirne. Damit künftigen Schulabgängern eine 1 000-fache Experimentierreihe erspart bleibt, ist die Job-Info-Börse ein gutes Instrument, Einsichten in Berufe zu erlangen, die Schule nicht leisten kann.

Die wichtigsten Notruf-Nummern

„Vor 19 Jahren haben wir hier einmal mit 13 Betrieben angefangen“, so Stufenleiterin Barbara Meuer. Die damals aufwändige Organisation der noch unerfahrenen Truppe aus Lehrern und Kinder- und Jugendförderung geht inzwischen dank viel Erfahrung leichter von der Hand – auch Schüler wirken im Orga-Team mit.

Die Mädels und Jungs der Jahrgänge neun und zehn wurden intensiv auf den Tag vorbereitet, jeder hatte drei „Wunschberufe“ auf seinem Laufzettel. Was geografisch nahe lag, etwa Tierarztpraxis und Kindertagesstätte, wurde per Buspendelverkehr vor Ort erkundet, das Gros der Informationsveranstaltungen war auf dem Schulgelände angesiedelt.

„Unsere Gymnasialschüler gehen fast alle auf die Bachgauschule weiter“, so Meuer, „aber viele Hauptschüler muss man ein bisschen an die Hand nehmen.“ Wo sich auch nach dem Berufsinformationstag keine Traumausbildung herauskristallisierte, können womöglich Freiwilliges Soziales Jahr, Auslandspraktika oder weiterführende Schulformen eine konkrete Zukunftsoption bieten. Unterm Strich wurde für viele Schüler jedoch Abstraktes greifbarer: „Diensthundeführer bei der Polizei“, ist für Realschülerin Giulia nun eine echte Option.

Quelle: op-online.de

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