Jugendpastorin der Emmaus-Gemeinde gibt Posten auf

Kein endgültiger Abschied

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Mit kleinen Geschenken und besten Wünschen wurde Sybille Schenkelberg (Mitte) von der Emmaus-Gemeinde verabschiedet. Unser Bild zeigt von links Anja Friedrich, Jürgen Schneider sowie die Pastoren Sybille Schenkelberg, Christoph Habeck und Jochen Högendörfer.

Babenhausen - Wie schwierig es ist, zwei Berufe unter einen Hut zu bekommen, weiß Sybille Schenkelberg nur zu gut. Deshalb gibt sie nun ihren Posten als Jugendpastorin in der Emmaus-Gemeinde auf, um in Vollzeit als Lehrerin zu arbeiten. Von Michael Just

Dabei hinterlässt die 40-Jährige eine Lücke in der Gemeinde: Der Posten soll nicht neu besetzt werden. Neun Jahre lang, und damit seit 2006, übte Sybille Schenkelberg den Posten der Jugendpastorin in der Emmaus-Gemeinde hauptamtlich aus. Seit vier Jahren unterrichtete sie zusätzlich als Lehrerin an der Sabine-Ball-Schule in Darmstadt mit einer halben Stelle. Das wird sich nun ändern: „Beide Verpflichtungen wurden in letzter Zeit zur Zerreißprobe für mich. Deshalb habe ich mich entschieden, zukünftig nur noch den Beruf der Lehrerin ausüben und Religion und Mathematik in Vollzeit zu unterrichten“, sagt die 40-Jährige, die nun mit einem Festgottesdienst und anschließendem Beisammensein verabschiedet wurde.

Als Jugendpastorin versah Schenkelberg ihre Arbeit bei Emmaus regelmäßig mit einem Ausrufezeichen für eine vorbildliche, pädagogische Betreuung, die auf christlichen Werten beruht. Angebote erstellte sie bereits für Kinder ab vier Jahren. Der Schwerpunkt lag auf den Acht- bis 13-Jährigen. Für sie bot die Pastorin eine große Reihe an Projekten und Ausflügen an, dazu wurde samstags ein eigener Gottesdienst initiiert. Sogar Ferienspiele gab es. Stellenweise kamen bis zu 50 Kinder auf einmal unter ihrer Obhut zusammen.

Die Stelle der Jugendpastorin soll vorerst nicht neu besetzt werden. „Die Jugendlichem organisieren sich erstmal selbst“, heißt es von Seiten der Gemeinde. Für ihren neuen Lebensabschnitt erhielt Schenkelberg die besten Wünsche von Gemeindepastor Christoph Habeck und Jochen Högendörfer vom Hensoltshöher Gemeinschaftsverband, dem Emmaus angehört. Als Trost bleibt, dass es kein kompletter Abschied von Sybille Schenkelberg wird: Auch weiterhin wird sie in Babenhausen wohnen und der Emmaus-Gemeinde angehören.

Neben der Verabschiedung wurde das Sommerfest auch genutzt, um weiter den engen Kontakt zu den Nachbarn und der Stadt zu pflegen. Das gelang der Freikirche auch diesmal: Die Resonanz der Gemeindemitglieder und Gäste konnte sich sehen lassen und führte dazu, dass man in den nächsten Wochen noch gerne an diese Veranstaltung zurückdenken wird.

Quelle: op-online.de

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