CDU Babenhausen befragt Bürger

Ja zum Schwimmbad, Nein zur Steuererhöhung

Babenhausen - „Nur im Dialog mit den Bürgern kann die Zukunft Babenhausens positiv gestaltet werden“, findet die CDU und hat dazu 300 Haushalte in der Kernstadt und den fünf Stadtteilen zu aktuellen Themen befragt.

Ein Schwerpunkt war dabei auch der hohe Schuldenstand der Stadt und Maßnahmen, diesen verringern zu können. Dabei zeigte sich laut CDU: Die Mehrheit der Befragten wusste nicht, wie hoch Babenhausen wirklich verschuldet ist. „Es ist nicht länger hinnehmbar, die Schuldenpolitik der vergangenen Jahre auf dem Rücken der Bürger auszutragen“, schreiben die Christdemokraten und fragten konkret nach: „Wären Sie bereit, höhere Steuern/ Abgaben zu leisten?“ Die Antwort sei dann eindeutig gewesen: 67 Prozent stimmten mit Nein, zwölf Prozent mit Ja, 21 Prozent enthielten sich. Besonders deutlich sei die Ablehnung gegenüber Steuererhöhungen bei Senioren gewesen, hier sagten fast 90 Prozent Nein.

Unentschlossenheit gäbe es hingegen bei der Altersgruppe 18 bis 30 Jahre: Hier machten 82 Prozent keine Angaben oder wollten sich nicht festlegen. „Dies ist offenbar dem Umstand geschuldet, dass die junge Altersgruppe von der Kommune vergleichsweise wenig zur Kasse gebeten wird. Familien mit Kita-Kindern sowie die Haus- und Grundbesitzer waren die Zahler, die in der jüngsten Vergangenheit einiges mehr berappen mussten“, so die CDU. Doch wie kann der Schuldenberg ohne Steuererhöhung verringert werden? „Sparen“ laute der Appell der befragten Bürger. Weitere Vorschläge seien „sinnvolle Investitionen“ und „bessere Haushaltsplanung“. Interessant sei außerdem: Alle Altersgruppen von 18 bis über 70 Jahre nannten durch die Bank weg die „Ansiedlung von Gewerbe“.

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Ein weiterer Punkt, mit dem sich die Christdemokraten befasst haben, war das sportliche Angebot in der Stadt. „Ist das Sportprogramm ausreichend?“, fragte die Partei und bekam mit 59 Prozent ein Ja zur Antwort. Dabei sei die Zustimmung meist von der mittleren Altergruppe (31 bis 70 Jahre) gekommen. Für die Partei seien die Antworten der Nein-Sager besonders interessant gewesen. Ihnen fehlten konkret: Sportplätze in der unmittelbaren Nähe der Schulen, Angebote für Beauty und Wellness sowie für Kampfsport. Daneben habe es mehrfach ein klares Bekenntnis zum Erhalt des Schwimmbades gegeben. Auch der Wunsch nach einem Hallenbad sei genannt worden. „Regelmäßiger Sport ist ein wichtiger Ausgleich zur schulischen und beruflichen Belastung“, schreibt die CDU und möchte dem Thema große Priorität einräumen. Dazu gehöre auch, die Vereine zu fördern.

Wichtig sei auch, den Schulsport weiter auszubauen. So sollten Verwaltung und Parlament bis spätestens 2017 baurechtliche Voraussetzungen schaffen, damit das Schulsportgelände von der Kreisverwaltung gebaut werden könne. Beim dritten Standbein des Sports, den Fitness-Centern, sei noch Potenzial auszuschöpfen.

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„Soll die Kinderbetreuung weiter ausgebaut werden?“, war eine weitere Frage, die die Partei den Bürgern stellte. Dabei hätten innerhalb der am meisten betroffenen Altersgruppe von 18 bis 30 Jahren fast 60 Prozent für mehr Kita-Plätze votiert. „In unserer Stadt wurde sehr viel Geld in den Ausbau der Betreuungsplätze investiert“, schreibt Günther Eckert für die CDU. Nötig geworden seien die Investitionen vor allem wegen des Rechtsanspruchs auf einen U 3-Platz.

„Wir benötigen für die Kernstadt und insbesondere auch für die Stadtteile schnelle und kurzfristige Lösungen. Wir fordern neue Konzepte für Erweiterungen, mit modernen Containeranbauten und modularen Bauweisen. Wir müssen uns neuen Angeboten öffnen, wie etwa Betreuungseinrichtungen mit Schwerpunkt Kunst und Musik sowie Wald- und Bauernhofkindergärten. Und wir müssen Kita-Plätze bereitstellen, die für die Eltern wohnortnah erreichbar sind“, fordert die CDU. Zudem sollten die Kita-Gebühren auf ein „vertretbares Maß gesenkt und vereinheitlicht“ werden, sobald es die Haushaltslage zulasse. „Es ist unsere Aufgabe, den Eltern dabei zu helfen, Familie und Beruf gut vereinbaren zu können“, so die Union.

chi

Quelle: op-online.de

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