Kommunalwahl in Babenhausen

FDP und FWB legen deutlich zu

Babenhausen - Bei der Wahl zum Stadtparlament zählen Liberale und Freie Wähler zu den Gewinnern. Verabschieden müssen sich die „Bürger für Babenhausen“. Von Stefan Scharkopf

Wegen einer Panne wurden ursprünglich falsche Daten übermittelt - hier finden Sie die korrekten Zahlen

Wer sich am Wahlabend an den Zahlen im Internet orientierte, jubelte oder ein langes Gesicht zog, je nach politischer Zugehörigkeit eben, musste sich tags drauf neu justieren. Denn: Die ans Hessische Statistische Landesamt übermittelten Zahlen zur Kommunalwahl in Babenhausen waren falsch. Irgendwo gab es einen Übertragungsfehler, hieß es dazu aus dem Babenhäuser Rathaus auf Anfrage unserer Zeitung. Wo sich der Fehler eingeschlichen hatte, stand am Montagvormittag noch nicht fest.

Bei den jetzt vorgelegten Zahlen handelt es sich zunächst um einen Trend. Ausgewertet wurden lediglich die Listenstimmen, die Ergebnisse aus dem Kumulieren und Panaschieren stehen noch aus. Demnach sieht es so aus, dass die SPD stärkste Fraktion bleibt, aber Einbußen zu verzeichnen hat. Sie kommt auf 33,6 Prozent (2011: 36,9) und erhält zwölf Sitze (14). Die CDU verbessert ihr Ergebnis von 29,5 auf 30,2 Prozent. In Sitzen wirkt sich das nicht aus, die Union bleibt bei elf Abgeordneten.

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Beim Urnengang vor fünf Jahren konnten die Grünen wegen der AKW-Havarie im japanischen Fukushima satt zulegen, 15,2 Prozent und sechs Sitze einfahren. Jetzt haben sie ihr Ergebnis nahezu halbiert und zählten zu den Wahlverlierern. Die Öko-Partei kommt auf 7,8 Prozent und damit nur noch auf drei Sitze.

Gewinner dagegen sind die Liberalen. Die FDP legt von 4,2 auf 8,9 Prozent zu und zieht nun mit drei Abgeordneten ins Stadtparlament ein; bislang hatte sie einen Sitz. Einen großen Schritt nach vorne haben auch die Freien Wähler gemacht. Sie legen satt zu, kommen auf 17,7 Prozent (12,0) und verfügen nun über sieben statt wie bislang vier Parlamentarier.

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Erstmals angetreten ist die Linke. Sie holte 1,4 Prozent, was für einen Sitz reicht. Dagegen sind die „Bürger für Babenhausen“ raus aus dem Parlament: 0,5 Prozent sind zu wenig für einen Sitz. Die Zahlen sind nur eine Momentaufnahme. Wegen des komplizierten Wahlverfahrens sind noch Änderungen möglich.

Quelle: op-online.de

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