Fit bleiben und das Herz stärken

Koronarsportgruppe des TVB mit weiterer Übungsleitung

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Bert Bernhardt (rechts) hat Verstärkung bekommen: Dem Leiter der Herzsportgruppe steht Heike Noll (mit hellgrünen Shirt) zur Seite, die ihre Prüfung zur lizensierten Übungsleiterin B-Sport in der Rehabilitation qualifizierte.

Babenhausen - Seit über 25 Jahren besteht die Herzsportgruppe des TV Babenhausen, die seit der ersten Stunde von TVB-Vereinschef Bert Bernhardt geleitet wird. Nun hat er Verstärkung bekommen – und das Angebot wird aufgesplittet. Von Ursula Friedrich 

Bypass, Angina pectoris, Herzschrittmacher, Diabetes oder künstliche Herzklappe – wer sich bei der TVB-Herzsportgruppe überanstrengt, bringt sich in Lebensgefahr. Die Teilnehmer haben fast alle eine individuelle Krankengeschichte. „Telefon, Arztkoffer und Defibrillator müssen immer in Reichweite sein“, erklärt TVB-Vorsitzender Bert Bernhardt, gebraucht wurde von den Geräten glücklicherweise noch keines.

Die Gruppe nahm von Beginn an ihren Übungsbetrieb nach den medizinischen Regeln des Dachverbandes „Hessischer Behinderten- und Rehabilitätionssportverband“ (HBRS) auf. Seitdem finden in der Schulsporthalle regelmäßig jeden Montag von 19 bis 20.30 Uhr Übungsstunden statt. Trainiert werden eine langsame Verbesserung von Koordination, Ausdauer und Beweglichkeit.

Übungsleiterin Heike Noll, bisher in der Wirbelsäulengymmastik, im Fitness- und Ausdauersport sowie in der Lauftreffgruppe engagiert, hat nun ihre Qualifikation erweitert. Nach 120 Stunden Ausbildung bestand sie die Prüfung und ist nun lizensierte Übungsleiterin B-Sport in der Rehabiliton, Fachrichtung „Innere Medizin“. Mit einer zweiten Fachkraft ist es nun möglich, die Herzsportgruppe in eine Übungs- und eine leistungsintensivere Trainingsgruppe aufzuteilen. Bei jedem Training ist außerdem ein Arzt zugegen, die Mediziner Dr. Stephan Orlemann, Helga Welbers, Gudrun Klühr und Mathias Hefter teilen sich zur Zeit diese Aufgabe. Ohne sie darf keine Stunde stattfinden.

„Der Wettkampfcharakter bleibt bei uns außen vor“, bekräftigt Bert Bernhardt das Herzsport-Konzept, bei dem nicht Schnelligkeit und Krafttraining im Vordergrund stehen. Der Babenhäuser Turnverein besitzt für die Herzsportgruppe das Qualitätssiegel „Rehabilitationsgruppe, geprüft und anerkannt“ des Deutschen Sportbundes (DSB) als Zeichen für die hohe Qualifikation des Übungsleiters und den hohen Standard des Angebots.

Reha: Wann ist der richtige Zeitpunkt dafür?

Der sogenannte Rehabilitationssport zählt zu den Nachsorgemaßnahmen im Anschluss an eine Leistung zur medizinischen Rehabilitation. Sein Ziel ist die langfristige Sicherung des Reha-Erfolgs. Die Teilnahme am Herzsport erfolgt auf hausärztliche Verordnung für Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach Abschluss der ersten stationären Reha-Maßnahmen. AOK und Ersatzkassen übernehmen für die Dauer von zwei Jahren oder 90 Einheiten die Kosten. Kontakt: Bert Bernhardt,  06073/4938.

Wer einfach nur einmal zuschauen möchte, ist jeden Montag in der Schulsporthalle willkommen (auch Nicht-TVB-Mitglieder). Mehr Informationen gibt es auf der Homepage des Vereins.

Quelle: op-online.de

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