Diskussion über Zukunft, Vorwürfe an die Schaafheimer CDU

Eichwaldschule: Kreiskoalition spricht von „Panikmache“

Schaafheim - In der Diskussion rund um die Schulen in Schaafheim hat sich nun auch die Ampelkoalition im Kreistag Darmstadt-Dieburg zu Wort gemeldet.

SPD, Grünen und FDP widersprechen den Behauptungen der Schaafheimer CDU, dass der Landkreis die Klassen fünf bis zehn an der Eichwaldschule aufgeben und auf eine Grundschule reduzieren wolle. „Ziel der Koalition ist es, den Schulstandort in Schaafheim langfristig zu erhalten und zukunftsfest zu machen“, stellt die Fraktionsvorsitzende der SPD, Christel Sprößler, fest. Sie wirft der örtlichen CDU „Panikmache“ vor. Die Ampelkoalition sei sich einig, dass der Landkreis in die Eichwaldschule investiere und seinen Beitrag dazu leiste, den Schulstandort zu erhalten. Bei den Planungen müsse man aber auch die Entwicklungen in der Gemeinde berücksichtigen. Sinkende Schülerzahlen, abnehmende Neubautätigkeiten und Veränderungen in der Schullandschaft der umliegenden Kommunen würden dafür sorgen, dass die Planungen angepasst werden müssten. Für die Einrichtung einer Mittelstufenschule, die der Landkreis als Schulträger gerne umsetzen würde, ist die Kooperation mit einer Berufsschule notwendig. Die in zumutbarer Entfernung liegende Dieburger Landrat-Gruber-Schule habe dafür allerdings keine Kapazitäten.

„Da aktuell die Schülerzahlen auch für die Errichtung einer Integrierten Gesamtschule bei weitem nicht ausreichen, müssen wir neue Lösungen finden, um zu gewährleisten, dass die Kinder auch in Zukunft bis zur zehnten Klasse in die Eichwaldschule gehen können“, erklären die Grünen-Sprecher Marianne Streicher-Eickhoff und Friedrich Battenberg.

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Kritik äußert die Koalition auch darüber, dass die CDU interne Informationen aus einem Abstimmungsgespräch mit der Schulgemeinde und der lokalen Politik zum Anlass für ihre Pressemitteilung genommen hat. Ziel war es, dass man den Akteuren vor Ort die Sachlage erläutert und gemeinsam eine langfristige Perspektive für die Schule erarbeitet. „Wenn die CDU diese internen Beratungen zum Anlass nimmt, lieber Stimmung zu machen, anstatt sich für eine Lösung für den Schulstandort einzusetzen, verdeutlicht dies, dass ihnen die Effekthascherei wichtiger ist als die Mitarbeit an einer konstruktiven Lösung“, erklärt Wilhelm Reuscher, Fraktionsvorsitzender der FDP abschließend. (nkö)

Quelle: op-online.de

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