Mehrgenerationenplatz an der Potsdamer Straße eröffnet

Bewegung auf 2500 Quadratmetern

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Wie der Name des Spielplatzes verspricht, kann sich auch die Senioren-Generation dort bewegen. Eröffnet wurde die Anlage gestern aber von Kindern der Kita Wichtelwald, die gespannt auf den Betrieb warteten.

Babenhausen - Seit einigen Monaten scheint er fertig zu sein, der neue Spielplatz an der Potsdamer Straße. Regelmäßig gingen Fragen bei der Stadtverwaltung ein, weshalb die Türen noch verschlossen sind. Von Stefan Scharkopf 

Doch durch die trockene Witterung musste der frisch gesäte Rasen eine wahre Durststrecke hinter sich bringen, um den Anforderungen der Spielplatzprüfer zu genügen. Jetzt wurde die Anlage freigegeben. Ein schneller Schnitt in das rot-weiße Band, Schere abgeben und rauf auf die Geräte. Die Mädels und Jungs der Kita Wichtelwald freuten sich sichtlich, die neuen Spielstationen in Beschlag nehmen zu können. Und die monatelange Bewässerung hat sich ausgezahlt: Der Platz steht seinen künftigen Nutzern nun zur Verfügung. Ohne das ständige Wässern wäre der Boden zu hart gewesen und die Verletzungsgefahr bei einem Sturz zu groß.

Auf rund 2500 Quadratmetern entstanden drei Spiel- und Bewegungsbereiche, eingeteilt nach Altersklassen. Die Investitionskosten hat der Erschließungsträger des Baugebiets „Lachewiesen 1“ übernommen; die Pflege übernimmt die Stadt, ihr gehört die Anlage auch. In direkter Nachbarschaft zur Außenanlage des Kindergartens Danziger Straße können künftig Kinder zwischen einem und fünf Jahren einen Rutschenturm mit verschiedenen Aufstiegen erklimmen, hinunter sausen, nach Herzenslust gemeinsam in der Nestschaukel pendeln, wippen und eine Sandbaustelle mit Aufzug und Schütte bedienen.

Den größten Bereich bildet der Platz für die Sechs- bis 14-Jährigen: Hier sind ein Hügel mit Kriechtunnel, Aufstieg und Rutsche und eine Kletterkombination mit einer Hängebahn zu erkunden. Ein orange-grau-grüner Würfel kann beklettert werden, auf dem „Wirbelsturm“ dreht man sich sogar in Schräglage um die eigene Achse, und die große Drehscheibe bietet weitere Herausforderungen für den Gleichgewichtssinn. Auch Klassiker, wie Schaukel und Tischtennisplatte, fehlen nicht.

Eine Forsythienhecke trennt diesen Spielbereich vom dritten Teil. Dort kommt die ältere Generation zum Zug. Ein Schild klärt auf: Um ein optimales Trainingsergebnis zu erzielen, sollte der Parcours ohne Unterbrechung als „Rundlauf“ absolviert werden. Die Zahl der empfohlenen Wiederholungen pro Übung sollte zwischen fünf und zehn liegen, abhängig von der körperlichen Verfassung natürlich. Ansonsten gilt: Rücken gerade, Füße richtig aufsetzen.

Bereits im vergangenen Jahr war in Harreshausen ein Bewegungsparcours eröffnet worden, der für Erwachsene bis ins hohe Seniorenalter Trainingsmöglichkeiten bietet. Nun besitzt auch die Kernstadt eine solche Strecke, die dafür ausgelegt ist, Motorik, Gleichgewichtssinn und Geschicklichkeit (wieder) zu erlangen und zu erhalten. Der Parcours selbst unterscheidet sich dabei erheblich von der Harreshäuser Variante. Damit ist Abwechslung zwischen den Stadtteilen garantiert – gegenseitige Besuche sind erwünscht.

Alle Bereiche des Mehrgenerationenplatzes sind mit Bänken ausgestattet. Zwei Tischgruppen ermöglichen Geselligkeit. Eine Dachplatanengruppe, Zierkirschen und die bereits vorhandenen Eichen spenden künftig Schatten. Nicht zuletzt sollen zwei Abfallbehälter in Bärchenform die Generationen dazu anhalten, den Platz sauber zu halten.

Quelle: op-online.de

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