Auf dem neuen Spielplatz benehmen sich nicht alle wie gewünscht

Potsdamer Straße: Konflikte an Rutsche und Schaukel

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Große, bunte Tafeln weisen darauf hin, wie der Spielplatz an der Potsdamer Straße anständig genutzt werden kann. Sie werden aber offenbar nicht immer gelesen.

Babenhausen - Es ist schön, wenn sich Jung und Alt an einem gemeinsamen Ort wohl fühlen. Weniger gut ist allerdings, wenn gewisse Regeln wiederholt nicht eingehalten werden. Von Corinna Hiss 

Noch nicht einmal einen Monat lang sind die Türchen zum neuen Mehrgenerationen-Spielplatz in der Potsdamer Straße nahe des Neubaugebiets „Lachewiesen“ offen, da bahnen sich bereits die ersten Konflikte an: Nicht jeder Nutzer weiß sich offenbar zu benehmen, wie Bürgermeister Achim Knoke bedauert. So seien immer wieder Beschwerden über Ruhestörung eingegangen. „In den Abendstunden sind dort einige wenige Jugendliche unterwegs, die die Nachtruhe der Nachbarn ignorieren und den Platz mit Kronkorken und Müll verderben“, schreibt Knoke in einer Pressemitteilung.

Dabei weisen mehrere bunte Tafeln darauf hin, welches Verhalten auf dem Spielplatzgelände angebracht ist. Und dort steht ganz deutlich: Zwischen 22 Uhr abends und 8 Uhr morgens soll nicht gelärmt und gefeiert werden. „Wenn die Jugendlichen abends zusammensitzen, ist das gar kein Problem“, sagt Knoke auf Anfrage. „Aber ab einem gewissen Lautstärkepegel geht es dann doch zu weit.“ Als genervte Anwohner versucht hatten, mit den Feierwütigen zu reden, kamen sie ebenfalls nicht weiter. Erst die Drohung einer polizeilichen Anzeige brachte die Jugendlichen zum Schweigen – wohl aber weniger zur Einsicht.

Dieser Vorfall sei zwar mittlerweile geklärt, dennoch zeigt sich Knoke sensibilisiert für die Probleme, die an der Potsdamer Straße auftreten. „Dass die Spielplätze ab 20 Uhr geschlossen werden und damit ein Betreten zur Ordnungswidrigkeit wird, ist dann doch von niemandem gewollt. So lange sich die Besucher anständig benehmen und die Lautstärke unten halten, bleibt alles in Ordnung. Polizei und Ordnungsamt sind jedoch entsprechend sensibilisiert“, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

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Auch wenn Kind, Jugendlicher, Erwachsener und Senior auf den Spielgeräten gerne gesehen werden, so gibt es einen, der draußen bleiben muss: der Hund. Aber auch in diesem Fall musste Knoke bereits den ein oder anderen Sünder, den er auf seinen Rundgängen bemerkte, freundlich darauf hinweisen, dass der Vierbeiner im Sandkasten nichts zu suchen hat. Doch nicht nur die Hinterlassenschaften der Tiere geben dem Bürgermeister Grund zur Beunruhigung. Wie der Rathauschef mitteilte, gebe es auch Kinder, die es wohl nicht mehr bis auf die heimische Toilette schafften und so ihr großes Geschäft neben dem Nachbarzaun verrichteten.

„Ein paar Meter weiter steht eine Hundekotstation, in der es Plastikbeutel gibt und der Dreck entsorgt werden kann“, schüttelt Knoke den Kopf über solche Zustände. Obwohl am Mehrgenerationen-Spielplatz bereits wenige Wochen nach Eröffnung nicht immer alles reibungslos verläuft, sei eine Sache positiv zu vermerken: Das 2 500 große Areal kommt gut an und wird zur Ferienzeit von vielen gerne genutzt. Dazu ein Angemerkt

Quelle: op-online.de

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