JHV der Nachwuchsabteilung der FFW Babenhausen

2400 Kilometer auf Achse

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Für die Jugendfeuerwehr ist 2014 ein „Jahr der Mobilität“. Diesmal kommt auch die Politik zur Versammlung. Landrat Klaus Peter Schellhaas, Bürgermeister Achim Knoke und Wehrführer Florian Sawallich gratulierten dem neu gewählten Jugendfeuerwehrausschuss und dankten der ganzen Nachwuchstruppe für ihr Engagement. -

Babenhausen - Die Freude war groß bei der Babenhäuser Jugendfeuerwehr und ihrem Leiter Thomas Olstinski, denn nicht nur der neu gewählte Bürgermeister Achim Knoke, sondern sogar Landrat Klaus Peter Schellhaas fand den Weg ins Babenhäuser Feuerwehrhaus. Von Petra Grimm 

Der Einladung zur Jahreshauptversammlung der Nachwuchsabteilung der FFW waren zudem auch Stadtverordnetenvorsteher Wulf Heintzenberg, der der Versammlung regelmäßig beiwohnt, Ortsvorsteher Walter Herbert und die Stadtverordnete der Grünen, Irmgard Petit aus Harreshausen, gefolgt. Gäste aus der Kommunalpolitik sind sonst bei dieser Veranstaltung eher dünn gesäht. Bei seinem Rückblick auf das vergangene Jahr hatte Jugendwart Thomas Olstinski noch bedauert, dass bei der Jahreshauptversammlung 2014 das Interesse der Eltern und der Kommunalpolitiker „erschreckend gering“ war.

21 Jugendliche darunter drei Mädchen bereiten sich in der Kernstadt derzeit auf ihren Dienst in der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr vor. Wenn alle dabei bleiben. Denn die Freizeit der jungen Leute ist durch Schule und andere Verpflichtungen knapp und die Jugendfeuerwehr konkurriert mit vielen anderen Vereinen um Nachwuchs. Da muss allerhand geboten werden und dementsprechend war der Terminplan im vergangenen Jahr auch wieder voll gepackt. Gemeinsame Ausflüge, sportliche Wettbewerbe, Zeltlager, Filmabende, Feuerwehr-Veranstaltungen bis zur Bundesebene und natürlich die wöchentlichen Gruppenstunden und praktische Übungen gehörten zum Programm.„Es war ein Jahr der Mobilität. Wir waren insgesamt rund 2 400 Kilometer zu Veranstaltungen quer durch Deutschland unterwegs“, sagte der Jugendwart. An 95 Dienstveranstaltungen haben die Jugendlichen und ihre Betreuer teilgenommen. „Dabei wurden insgesamt 4 123 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet. Allein für Unterrichtsvorbereitung, Sitzungen und Weiterbildung kamen über 2 678 Stunden für Jugendfeuerwehrwart und Betreuer zusammen“, so die Bilanz von Thomas Olstinski.

Personelle Veränderungen

Landrat Klaus Peter Schellhaas dankte den Jugendlichen und dem Betreuerteam, dass sie ihre Freizeit im Interesse der Allgemeinheit bei der Jugendfeuerwehr verbringen. „Das ist nicht selbstverständlich. Darauf könnt ihr stolz sein“, sagte Schellhaas. Er hoffe, dass sie dadurch in den aktiven Dienst hineinwachsen. Freiwillige Feuerwehren seien außerhalb Deutschlands in dieser Form ganz selten. Auch Bürgermeister Achim Knoke und Stadtverordnetenvorsteher Wulf Heintzenberg dankten der jungen Truppe und ihren Ausbildern. „Ihr seid wichtig“, sagte Knoke.

Der stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwart Jochen Strebelow kündigte für dieses Jahr einige personelle Veränderungen bei der Kreisjugendfeuerwehr an. Wehrführer Florian Sawallich zeigte sich erfreut, dass zwei Jugendliche in den aktiven Dienst übernommen werden können. Denn auch die Einsatzabteilung kämpfe mit einem Mitgliederrückgang. „Macht bitte Werbung für die Jugendfeuerwehr in eurem Bekanntenkreis“, sagte er. Auch Stadtjugendfeuerwehrwart Frank Herdt hob die Bedeutung der Nachwuchsgewinnung und Öffentlichkeitsarbeit hervor. Bei den alljährlichen Wahlen eines neuen Jugendfeuerwehrausschusses wurden Emil Schimpf zum Jugendsprecher, Finn Blümler zum Kassenwart, Tom Zappe zum Schriftführer und Christian Wintersieg und Umut Seyrek zu Beisitzern bestimmt. Die Kasse werden Arthur Mai und Malte Bergholz prüfen. Wer Interesse an der Jugendfeuerwehr hat: Die Gruppenstunden sind montags, 18 bis 20 Uhr, im Versammlungsraum im Stützpunkt.

Quelle: op-online.de

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