Zweckverbandes Gruppenwasserwerk Dieburg

Neue Rohrleitungen statt neuer Brunnen

Hergershausen - Unter Leitung von Rainer Eder traf sich die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Gruppenwasserwerk Dieburg im Gruppenwasserwerk im Waldgelände zwischen dem Babenhäuser Stadtteil Hergershausen und der Gemeinde Eppertshausen zu einer Sitzung.

In den vergangenen Jahren sind einige Modernisierungen vorgenommen und dabei ist auch ein neuer Lagertrakt errichtet worden.

Dabei ging es um die Verabschiedung des Nachtrags zum Wirtschaftsplan für dieses Jahr. Es handelte sich dabei um eine Anpassung und Aktualisierung. Der Wirtschaftsplan gliedert sich in einen so genannten Erfolgs- und einen Vermögensplan. In beiden kam es zu geringen Verschiebungen. So verminderte sich der Erfolgsplan um rund 45000 Euro und der Vermögensplan um etwa 30.000. Der Zweckverband kann aus fast dreißig Tiefbrunnen schöpfen, die in den Wald- und Feldgemarkungen mit entsprechenden Schutzzonen angelegt sind. Im Gruppenwasserwerk zwischen Hergershausen und Eppertshausen wird dann das Wasser aufbereitet und über Hunderte von Kilometer lange Fernleitungen und Ortsnetze verteilt. Es sind jährlich mehr als 6 Millionen Kubikmeter. Der Zweckverband ist für die Sicherstellung einer guten Wasserversorgung in einer Region zuständig, die vom Bachgau und vom vorderen Odenwald bis in den Rodgau hinein reicht.

Auch in den Landkreis Offenbach wird Wasser geliefert. Der Wasserpreis von 1,80 Euro je Kubikmeter (1,68 plus Steuer) wird seit Jahren konstant gehalten. Verzichtet wird in diesem Jahr auf eine neue Brunnenbohrung, für die eigentlich rund 400.000 Euro veranschlagt waren. Die Gelder werden stattdessen für den Ausbau des Leitungsnetzes verwendet. Die Instandhaltung und Modernisierung des Leitungsnetzes ist eigentlich schon seit Jahrzehnten eine Daueraufgabe für den Zweckverband. Die von Rainer Eder (Eppertshausen) geleiteten Verbandsversammlung stimmte dem Nachtrag zu. Beinhaltet ist dabei auch eine neue Stellenbewertung für das rund 80 Mitarbeiter umfassende Team des Gruppenwasserwerks durch ein externes Fachbüro. In der Öffentlichkeit zu sehen sind meistens nur die Außendienst-Mitarbeiter, wie etwa die Monteure, die schon mal in Wohnhäusern auftauchen, wenn es etwa Zähler auszuwechseln gilt. Dann sind Autos mit dem Logo des Wasserwerks in den Straßen zu sehen. Im Wasserwerk selbst sorgt ein Team dafür, dass "alles läuft" und "in Fluss bleibt".

In den vergangenen Jahren hat der Zweckverband nicht nur viel Geld in den Ausbau des Leitungsnetzes investiert, sondern auch einiges für die Modernisierung Wasserwerks aufgewendet. Da ist zum Beispiel ein leistungsstarkes neues Pumpensystem installiert, eine moderner Lagerturm errichtet und erst im letzten Jahr auch ein neues Verwaltungsgebäude bezogen worden. Im Verwaltungsgebäude sind nun die von Wolfram Wittwer geleitete technische sowie der von Dietmar Birkenfeld geführte kaufmännische Abteilung unter einem Dach räumlich zusammengefasst. Zum Zweckverband, der einen Bereich mit Wasser versorgt, in dem rund 120.000 Menschen leben, gehören die Städte und Gemeinden Babenhausen, Dieburg, Eppertshausen, Groß-Umstadt, Groß-Zimmern, Münster, Rodgau, Rödermark, Roßdorf, Schaafheim und neuerdings auch Otzberg und Messel. Die Otzberger brachten nach Angaben des kaufmännischen Betriebsleiters des Gruppenwasserwerks, Dietmar Birkenfeld, vier Brunnen und zwei Quellen in den Zweckverband mit ein.

Quelle: op-online.de

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