Osterferien-Angebot der Kinder- und Jugendförderung

Chips in gesunder Variante

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Nicht nur das Essen selbst, auch das Schnippeln der Rohkost macht den Kindern Freude.

Babenhausen - Wer sagt denn, dass gesundes Essen nicht gut ankommt? Beim viertägigen Osterferien-Angebot der städtischen Kinder- und Jugendförderung unter dem Motto „Gaumenfreuden – Kleine EssPerten nehmen regionale Produkte unter die Lupe“ geht Rohkost gut weg. Von Petra Grimm

Durch eigenhändiges Kochen und gemeinsame Exkursionen nähern sich die kleinen Teilnehmer dem Thema gesunde Ernährung mit Spaß an. Begeistert greifen die Kinder nach Karottensticks und Birnenstücken. „Also, ich liebe eigentlich alles zu essen“, sagt die sechsjährige Maxi, wahrend sie ein Stück Salatgurke in den Mund steckt. Jasmina (8) erzählt stolz, dass sie gerade Kartoffeln geschält und zerkleinert hat. „Und ich habe mich nicht geschnitten.“

Unter der Regie der beiden Ernährungsberaterinnen Corinna Weimer und Julia Miklo waren jetzt 16 Jungs und Mädchen zwischen sechs und zwölf Jahren in der Küche des Jugendzentrums mit Schälmessern und Co. im Einsatz. Eine Schürze haben die kleinen Köche sich auch bemalt und bedruckt. Mittwoch und Donnerstag stehen Ausflüge – zu einem Bio-Hof in Ober-Ostern und zur Kelterei Heil im Taunus – auf dem Programm. Und am morgigen Freitag, zum Abschluss, sind die Eltern am Nachmittag eingeladen, den von ihrem Nachwuchs produzierten Kuchen, Kartoffelsuppe und Apfelchips zu kosten.

Kartoffeln, auch Süßkartoffeln, und Äpfel stehen im Mittelpunkt. „Wir machen Pommes, Chips und Kartoffelbrei, heute Nachmittag noch ein Apfelmus“, sagt Corinna Weimer. Zu den Kartoffelspezialitäten wird beim Mittagessen ein Dipp und jede Menge Rohkost gereicht. Wer möchte, bekommt ein Würstchen. Eifrig schnippeln die Kinder Karotten, Gurken, Tomaten und Paprika. Zwischendurch wandert auch das eine oder andere Stück in den Mund. Das eigenhändige Zubereiten der Mahlzeit sorgt für zufriedene und entspannte Gesichter.

Pastinake, Sellerie und Co: Altes Gemüse neu inszeniert

„Ich helfe zuhause auch immer beim Kochen. Am liebsten mache ich Tiramisu“, erzählt Youmilyne (8) und der neunjährige Nils wirft ein: „Kochen finde ich richtig schön.“ „Die meisten Kinder wissen schon einiges über gesunde Ernährung“, sagt Corinna Weimer, die zu Beginn der Veranstaltung mit den kleinen Teilnehmern die Ernährungspyramide und ihre Bestandteile besprochen hat. Welche Gruppen von Lebensmitteln gibt es und wovon sollte man wie viel essen?

„Auch durch die Besuche der Zahnfee in den Kindergärten beispielsweise wissen viele Kinder heute, was gesund ist und ihnen gut tut und was nicht.“ Hat die Ernährungsberaterin einen Tipp für Eltern, deren Kinder Obst und Gemüse zielstrebig aus dem Weg gehen? „Man sollte es immer wieder in verschiedenen Variationen anbieten. Mancher, der keinen gekochten Paprika mag, isst ihn roh gerne. Und man muss auch nicht alles mögen.“ Dass das Auge mit isst, dafür werden die Kinder auch sensibilisiert. So legen sie die Gurkenscheiben nicht einfach in einem großen Berg auf die Platte, sondern optisch ansprechender nebeneinander, einen Kreis bildend. Beim Stampfen des Kartoffelbreis ruft Nils begeistert: „Mensch, das sieht ja toll aus, so bunt durch die orangefarbenen Süßkartoffeln.“

Quelle: op-online.de

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