Verwüstungen auf Gelände der Markwaldschule

Pflanzen ausgerupft, Hochbeet zerstört

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Die Enttäuschung über ihr verwüstetes Hochbeet sieht man den Kinder an. All´ ihre Bemühungen wurden mit einem Schlag zunichte gemacht.

Langstadt -  Die Betreuungseinrichtung der Markwaldschule in Langstadt steht fassungslos vor den Verwüstungen auf dem Schulgelände. Im Laufe des vergangenen Jahres wurde bei der „Rasselbande“ das Langzeitprojekt „Wo wachsen eigentlich Schnitzel?“ bearbeitet. Von Stefan Scharkopf 

Die Mädchen und Buben sollten erfahren, woher wir unser Essen bekommen und auf diesem Weg ein gutes Gesundheitsverhalten entwickeln. Sie bauten auf dem Schulgelände ein Hochbeet, legten ein Kartoffelbeet an und setzten verschiedene Beerensträucher. Für die Anlage wurden im nahen Wald Äste und Laub für die unteren Schichten gesammelt, und nach dem Befüllen pflanzten die Kinder sorgfältig Erdbeeren, Karotten und Tomaten ein – und jetzt das: In den letzten Tagen suchten Vandalen in den Abendstunden die Anlage heim, rissen mutwillig die kleinen Karotten und einige Kartoffelpflanzen aus und warfen sie achtlos weg. Sämtliche Stachelbeeren, Erdbeeren und so weiter wurden zum Entsetzen der Kinder gepflückt und gestohlen.

„Der materielle Wert ist nicht hoch, dafür der ideelle umso höher“, sagt die pädagogische Mitarbeiterin Cheryl Dröll auf Anfrage unserer Zeitung. „Die Kinder haben sich sehr mit dem Thema beschäftigt, immer wieder nach den Pflanzen geschaut. Immer wenn es rote Erdbeeren gab, haben sie sich drauf gefreut, sie ernten zu können. Sie mussten dann feststellen, dass ihnen schon jemand zuvorgekommen war.“

Und dabei hatten sich die Kinder intensiv auf ihr Projekt vorbereitet. Sie besuchten einen Schweinestall, eine Metzgerei, einen Bio-Bauernhof und waren sogar in der Kleinmarkt-Halle in Frankfurt. Ein Landwirt schenkte ihnen Kartoffeln. Durch diese Erlebnisse bekamen die Kinder erste Einsichten und die Erkenntnis, dass die Einhaltung der ökologischen Kette mit viel Arbeit verbunden ist. Sie lernten, dass die verschiedenen Obst- und Gemüsesorten, die im Laden oder im Supermarkt zu haben sind, eine weite Strecke bis dorthin zurücklegen. „Eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist eine bedeutsame Ressource für die Gesundheit, das wollten wird unseren Kindern nahebringen“, heißt es bei der „Rasselbande“.

Die Mädels und Jungs haben in den letzten Wochen fleißig gegossen und das Wachstum der Pflanzen beobachtet. Umso größer jetzt die Enttäuschung, das alle ihre Bemühungen mit einem Schlag zunichte gemacht wurden: „Wir sind erschüttert.“

Quelle: op-online.de

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