Projektwoche an der Bachwiesenschule

Mit Respekt nah an die Bienen

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Imker Achim Knick zeigte den wissbegierigen Grundschülern eine Bienenbeute aus Holz. Darin tummeln sich die Insekten.

Hergershausen - In dieser Woche gehen die Uhren an der Bachwiesenschule anders, denn statt Mathe und Deutsch stehen verschiedene Projekte auf dem Stundenplan. Von Petra Grimm 

„Was krabbelt denn da?“, fragen sich zwölf Kinder der dritten und vierten Klasse unter der Leitung der Lehrerin Rebecca Munz. Das Projekt, bei dem allerlei Insekten im Wald, auf der Wiese und am Bach gesucht und erforscht werden, startete mit dem Thema Bienen. Da war Achim Knick, der Hergershäuser Hobbyimker und Vorsitzende des Vereins „Natur in Stadt und Land“ gefragt. Er informierte die kleinen Forscher über das Leben und Arbeiten der fleißigen Honigproduzentinnen.

Los ging es in der Schule mit einer kindgerechten Powerpoint-Präsentation, die mit einem Quiz und viel Bewegung verbunden war. Im Vorfeld hatten die Projektteilnehmer ihm bereits E-Mails mit Fragen geschickt und sich dadurch auf das Thema eingestimmt. Und wie die Bienen nur in der Gemeinschaft arbeiten und leben können, bildeten auch die Grundschüler vier Teams, um beim Fragespiel zum Erfolg zu kommen. Wie ein roter Faden zog sich diese Botschaft, dass ein Team wie ein Bienenvolk zusammenarbeitet, durch den informativen Vormittag. Der endete mit einer Exkursion zu Knicks Bienenvölkern in seinem Garten. Hier zeigte ihnen der Hergershäuser eine Bienenbeute aus Holz. Mit einem schützenden Imkerhut durften die kleinen Forschen dann auch ganz nah an ein Bienenvolk heran, um ihm bei der „Arbeit“ zuzusehen. „In der Nähe der Bienen langsam bewegen und ruhig sein“, war die Anweisung, der die Kinder aufgeregt Folge leisteten.

Mit Honigbroten gestärkt halfen sie dem Imker dann noch eine neue Bienenbeute – eine vom Menschen zur Verfügung gestellte Bienenwohnung – vorzubereiten, indem sie die Wachsmittelwände einlöteten. Diese sind der Grundstock für die fleißigen Nektarsammlerinnen, um eine Wabe aufzubauen.

Angst vor Bienen haben die Kinder jetzt nicht mehr, denn sie haben gelernt, dass die Tierchen ihnen nicht nach dem Leben trachten, sondern im Gegenteil selbst schutzbedürftig sind. Denn Bienen sind von verschiedenen Gefahren bedroht und die meisten sind menschengemacht, wie die industrielle Landwirtschaft mit ihren Monokulturen und Insektenvernichtungsmitteln.

Was sie selbst gegen das Bienensterben tun können, wollten die Grundschüler von Knick dann auch wissen. Jeder kann etwas für den Umweltschutz tun. Und den Honig bei heimischen Imkern kaufen, hilft auch, erfuhren die Kinder, die sich im Verlauf der Woche noch weiter mit allem „was krabbelt“ beschäftigen werden. Am morgigen Freitagnachmittag beim Schulfest der Bachwiesenschule werden dann ihre und die Ergebnisse aller anderen Projekte präsentiert.

Quelle: op-online.de

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