Posaunenchor und DRK glücklich über großen Zuspruch

Rekord bei Schulhoffest

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Erfreute sich auch diesmal großer Beliebtheit: das Schulhoffest in Langstadt.

Langstadt - So viele Partygäste zählte der Posaunenchor bei seiner After-Work-Party noch nie. Und auch das Schulhoffest war gut besucht. Zur Freude mischte sich aber auch Sorge um die Zukunft des Gebäudekomplexes Alte Schule/Altes Rathaus. Von Michael Just 

Diese Feststellung kam überraschend: „Die Kartoffeln wurden von mir selbst gepflanzt, geerntet und frittiert“, meinte Markus Metzler, Vorstandsmitglied im evangelischen Posaunenchor, mit Blick auf die servierten Pommes. Das stimmte zwar am Ende nicht ganz, belegte aber, dass die Bläser alles Mögliche und Unmögliche taten, um die vollste Zufriedenheit ihrer Gäste auf dem Schulhoffest sicherzustellen. Bereits seit 20 Jahren existiert die Veranstaltung, die vom Posaunenchor und dem DRK gemeinsam angegangen wird. Neben dem Eintopf des DRK und den „selbstgemachten“ Pommes waren noch Steaks und Bratwürste auf dem Speisezettel zu finden.

Der Name Schulhoffest rührt vom Veranstaltungsort. Der Hof hinter der alten Schule und dem alten Rathaus eignet sich mit seinem geschützten und gemütlichen Ambiente hervorragend zum Feiern. Hier findet auch der Nikolausmarkt des TSV Langstadt statt. In früheren Jahren brachten sich noch andere lokale Vereine in das Schulhoffest ein. Diese stiegen aber mit der Zeit aus, um ihre volle Kraft in andere Festivitäten, wie etwa die Kerb, zu stecken.

Dass der alte Schulhof idyllisch und heimelig ist, befand auch eine Gruppe aus Schlierbach. „Wir sind zum ersten Mal da“, berichteten Lisa Haag (24) und Marco Sauerwein (27). Den Tipp bekam Sauerwein von einem Langstädter Arbeitskollegen. Der Stehtisch der Schlierbacher stand ganz nah an einer Lautsprecherbox, so dass eine Unterhaltung kaum möglich war. Das störte die Runde aber nicht: „Die Musik ist gut“, lobten die Gäste. Gemeint waren damit Atze and Friends, die mit ihren Cover-Songs fast schon unverzichtbar zum Fest gehören. Wegen der Band wurde das Schulhoffest sogar um eine Woche vorverlegt, da die Musiker am nächsten Wochenende schon etwas anderes vorhaben. Zudem wurde eine Terminüberschneidung mit dem „Seebeben“ ausgeschlossen. Zwar ist das Schulhoffest sonntags, doch wird die Veranstaltung am Sickenhöfer See am Donnerstag mit einer After-Work-Party eingeläutet.

Hier zieht die jüngere Garde beim Posaunenchor die Strippen. Vor allem Junge und Junggebliebene lockt die DJ-Musik an. Die Publikumszahl am Freitag mit DJ Jens Rodenhäuser am Mischpult konnte sich sehen lassen. Armin Krapp, Rechner beim Posaunenchor, geht vom bis dato größten Zuspruch seit Einführung der After-Work-Party aus. Auch wenn mit der Musik schon vorher Schluss war, traten die letzten erst um halb vier morgens den Nachhauseweg an. Nach einem Tag Erholung ging’s dann auf dem Schulhoffest etwas gediegener weiter. Zu Beginn spielte das Blasorchester der Schaafheimer Feuerwehr, da die Mitglieder des Posaunenchors – insgesamt 30 Personen mit Partnern – durch die Dienste gebunden waren. Für das Kommen der Schaafheimer werden sich die Langstädter Bläser mit einem Gegenbesuch bedanken, was eine gewinnbringende Situation für beide darstellt. Hand in Hand läuft auch die Zusammenarbeit mit Atze and Friends: Der Posauenchor stellt der Band während des Jahres seinen Probenraum zur Verfügung. Atze and Friends bedankt sich dafür mit einem kostenfreien Gastspiel beim Schulhoffest.

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Der Übungsraum des Posaunenchors befindet sich im Gebäudekomplex Alte Schule/Altes Rathaus, der der Stadt gehört. Wie Markus Metzler sagt, sorgt sich der Vorstand des Posaunenchors nun, wie es mit der Immobilie aufgrund der finanziellen Situation Babenhausens weitergeht: ,,Es ist ja kein Geheimnis, dass ein Verkauf der Bürgerhäuser in den Stadtteilen angedacht wird.“ Für Metzler hätte das unweigerlich Folgen für die Vereinsarbeit, da der Raum für die eigenen Zwecke speziell hergerichtet wurde. Der Vorstand hofft daher, dass es zu keinem Verkauf kommt. „Mittlerweile denkt die Politik nur ans Geld. Dem stehen Kultur und der sozialer Aspekt gerade in den Stadtteilen gegenüber“, betont er, „unsere Leistung ist unbezahlbar und nicht in Geldbeträge zu fassen.“

Quelle: op-online.de

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