Rettungsschwimmer helfen vor allem auf dem Trockenen

Schwindel, Stich und Schnittwunde

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Scheckübergabe beim Sommerfest: Die DLRG Ortsgruppe um Vorsitzende Juliane Lautenschläger (r.) will ihre Ausrüstung erweitern. 500 Euro steuert die Sparkasse Dieburg bei. Übergeben wurde die Spende von Jörg Schöpp, Geschäftsstellenleiter in Babenhausen.

Babenhausen - Die Rettungsschwimmer des DLRG-Ortsvereins freuten sich bei ihrem Sommerfest über eine Spende der Sparkasse Dieburg. Von dem Geld sollen ein Notfallrucksack und eine Trage angeschafft werden, die etwa bei Einsätzen am Zellhäuser Königsee dienlich sein können. Von Petra Grimm

Menschen, vor allem Kinder, können heutzutage immer seltener schwimmen, heißt es (wir berichteten). Doch davon bemerken die Babenhäuser Rettungsschwimmer nichts. Das sei wohl eher ein Problem in Regionen, wo viele Schwimmbäder geschlossen wurden, weniger bei uns, meint Juliane Lautenschläger, Vorsitzende des Babenhäuser DLRG-Ortsverbands. Überwachen die Rettungsschwimmer das Treiben am Königssee in Zellhausen, haben sie weitaus mehr Einsätze auf dem Trockenen. „Wir müssen selten jemanden im Wasser retten, eher kommen die Leute zu uns und suchen Hilfe, weil sie in eine Scherbe getreten sind, Kreislaufprobleme haben oder von einer Wespe gestochen wurden“, so Lautenschläger, die seit Sommer vergangenen Jahres den Vorsitz über den OV hat.

Jugendarbeit wird groß geschrieben. So gibt es regelmäßig Zeltlager, Kino mit Übernachtungen, Spielenachmittage und eine gemeinsame Weihnachtsfeier. Über die Hälfte der Mitglieder sind Kinder und Jugendliche und aus denen sollen im Idealfall nach jahrelangem Schwimmtraining und der entsprechenden Ausbildung gute Rettungsschwimmer werden.

Beim Sommerfest kam Björn Dollak für seine treue Mitgliedschaft zu Ehren. Er ist seit 25 Jahren dabei und wurde mit einer Urkunde ausgezeichnet und beschenkt. Ein Präsent gab es auch von der Sparkasse Dieburg, die mit einer Spende von 500 Euro für erfreute Gesichter sorgte. Jörg Schöpp, Geschäftsstellenleiter in Babenhausen, überreichte den Scheck an Lautenschläger, die auch schon genau weiß, wofür das Geld verwendet wird: „Wir brauchen einen Notfallrucksack und eine Trage.“ Eine Anschaffung, die auch Entega und Volksbank finanziell unterstützen – auch wenn die ehrenamtliche Truppe nicht in den Katastrophenschutz eingebunden ist. Zwar muss sie sich deshalb nicht für Notfalleinsätze in Bereitschaft halten.

Die 25 Badeseen und Freibäder in der Region

Doch für die Einsätze am Königssee kann das Equipment nützlich sein. Zwölf aktive Schwimmer des 115 Mitglieder zählenden DLRG-Ortsvereins sind dort über die Sommermonate als Retter vor Ort. Ebenso am Sickenhöfer See und zwar am Familiennachmittag beim Seebeben, außerdem bei der Technoveranstaltung Stadt, Land, Bass, bei der ein Teil des Sees zum Schwimmen freigegeben wird, und beim Moret-Triathlon. „Wir machen diese Wachdienste ehrenamtlich, das Geld, das wir dafür bekommen, erhält der Verein“, sagte Lautenschläger.

Neben den Mitgliedsbeiträgen und Zuschüssen vom Landes- und Bundesverband finanziert die Ortsgruppe ihre Anschaffungen über Erste-Hilfe-Kurse und Rettungsschwimmer-Kurse, außerdem freuen sie sich über Spenden, wie jetzt von der Sparkasse. Zur Ausrüstung gehören ein Boot, ein Bus und verschiedenes Rettungsequipment. Untergebracht ist alles in dem in Eigenleistung gebauten Vereinsheim, das seit 2012 genutzt, aber offiziell erst im vergangenen Jahr eröffnet wurde.

Besichtigung der Schwimmbad-Baustelle

Quelle: op-online.de

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