29 Bauwerke gelten als reparaturbedürftig

Sanierungsstau bei Brücken

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Diese Brücke überspannt einen Nebenarm der Gersprenz in Harreshausen.

Babenhausen - Insgesamt 76 Brücken überspannen in Babenhausen und den fünf Stadtteilen Flüsse und Bäche. 29 Bauwerke müssten dringend saniert werden. Es fehlt aber am Geld. Von Norman Körtge 

Die Gersprenz, die Lache, die Semme, der Ohle- und Schlierbach und der Richer Bach – und es gibt noch mehr. Babenhausen mit seinen fünf Stadtteilen wird von einigen Fließgewässern durchzogen. Dementsprechend viele kleine und große Brücken gibt es, die das Queren der Flüsse und Bäche im Stadtgebiet und in der Feldgemarkung ermöglichen. 76 sind es insgesamt. Und 29 davon befinden sich in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Auf zirka fünf Millionen Euro schätzt ein beauftragtes Ingenieurbüro die Kosten. Geld, was die Stadt nicht hat. Zumindest nicht auf einen Schlag. Deshalb wird nun, wie berichtet, in den kommenden Jahren jeweils eine Brücke saniert. Den maroden Zustand der Brücken macht dies aber nicht besser. Deshalb wird es fast zwangsläufig zu Sperrungen oder zumindest Einschränkungen kommen. Jüngstes Beispiel: In Hergershausen musste eine Brücke in ihrer Tonnage begrenzt werden, wie Bürgermeister Joachim Knoke berichtet. Statt zwölf Tonnen dürfen nur noch Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen auf dem Wirtschaftsweg die Gersprenz überqueren. Bei Harreshausen sei eine Brücke schon vor längerer Zeit komplett gesperrt worden.

In diesem Jahr ist bereits eine Natursteingewölbebrücke auf dem Wirtschaftsweg zwischen Harpertshausen und Altheim saniert worden, die zuvor monatelang gesperrt war. Rund 100.000 Euro hat die Stadt dort investiert.

Die Stahlbetonbrücke am Westring über die Lache ist für kommendes Jahr vorgesehen. Zirka 280.000 Euro sind dafür veranschlagt und sollen in den Haushalt für 2017 eingestellt werden. Nur unwesentlich günstiger ist die für 2018 vorgesehene Brückensanierung. Dann soll an der Fahrstraße das Natursteingewölbe erneuert werden. Weitere Projekte sind die Stahlbetonbrücke am Schafbrückenweg nahe des Reit- und Fahrvereins (217.500 Euro im Haushalt 2019), die Brücke am Müllerweg (217.500 Euro für 2020) und die Stahlbetonbrücke am Waldweg in Harreshausen (391.500 Euro für 2021).

Wie aus dem städtischen Bauamt zu erfahren ist, steht in Kürze wieder die gesetzlich vorgeschriebene Überprüfung der Brücken im Stadtgebiet an. Von 1,0 bis 4,0 reiche die Bewertungsskala. Die 29 bereits als dringend sanierungsbedürftig eingestuften Brücken würden jeweils zwischen 3,0 und 4,0 liegen. Das müsse aber nicht automatisch bedeuten, dass diese nicht mehr lange befahren werden könnten. Bereits ein nicht mehr als verkehrssicher geltendes Geländer führe zu dieser Einstufung.

Quelle: op-online.de

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