Alle fünf Sinne gefragt

Schaafheimer Ferienspiele: Aktionen mit Wasser hoch im Kurs

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Für die Kinder war es eine Freude, auf der großen, schwarzen Plane zu rutschen, die von der Feuerwehr mit Wasser bespritzt wurde.

Schaafheim - Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen – bei den Schaafheimer Ferienspielen drehte sich eine Woche lang alles um die fünf Sinne. Hoch „Finchen“ war es zu verdanken, dass vor allem die Haut als Sinnesorgan gefordert wurde.

Zwar boten die Betreuer ihren Schützlingen allerhand themenbezogene Spiele an, wie Riechkäsen und Fühlkästen, deren verborgener Inhalt es zu erraten galt. Durchweg spürbar waren dagegen die stechende Hitze der Sonne und die schwüle Luft, unterbrochen durch das herrlich erfrischende Nass im Freibad. „Sehr heiß und viel Wasser“, war der Titel, den Kai Muhl über seine vierten Ferienspiele setzte. Ausgerüstet mit einem Megafon appellierte er an den Hörsinn der Sprösslinge: „Müsste ich ohne das Gerät schreien, hätte ich bald keine Stimme mehr.“ Durch den Verstärker erreichten Programmansagen, Ermahnungen und lustige Durchsagen die Ohren von 130 Kindern und 13 Betreuern. Schon im sechsten Sommer als Gruppenleiter aktiv, war Sascha Sandeback, der am Freitag auf dem ausgedörrten Rasen in den Auwiesen stand und berichtete: „Wir haben heute Wasserspiele und gehen später noch ins Schwimmbad, das haben wir diesmal sehr oft gemacht. An manchen Tagen war es die einzig sinnvolle Entscheidung und bei der Hitze hatten die Kindern sowieso wenig Lust auf etwas anderes.“

Mindestens genauso viel Anklang wie die Aussicht, ins Becken abzutauchen, war für die Kinder die Vorfreude auf der großen, schwarzen Plane zu rutschen, die von der Feuerwehr mit Wasser bespritzt und durch Schmierseife glitschig gehalten wurde. Schnelligkeit und Geschick waren bei der Wasserolympiade gefragt, die mehrere Gruppen gleichzeitig im Wettstreit herausforderte. Weniger sportlich, dafür kreativ gestaltete sich die Bastelarbeit im Zelt: Hier wurde ausgeschnitten, gemalt und T-Shirts wurden gefärbt. Für die kleine Lulu der schönste Moment ihrer Woche bei den Ferienspielen. Auf die Frage, was ihr am besten gefallen hat, antwortet das blonde Mädchen, „das Batiken“, während sie ihr bunt gefärbten und an einigen Stellen mit Kordel umwickeltes Oberteil zum Trocknen an den Zaun hängt.

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Gut angekommen sind auch die Ausflüge zum Indoorspielplatz nach Großostheim, wo sich die Kinder nach Lust und Laune austoben konnten, und zum Schloss Freudenberg in Wiesbaden, das mit der dazugehörigen „Werkstatt der 13 Sinne“ perfekt ins Programm passte. Die kurzweilige Entdeckungsreise beantwortete Fragen wie „Was in mir ertastet die Welt?, wie schaue ich in die Welt? oder: Kann man Klang sehen?“. Abschluss der gelungenen Woche war die Übernachtungsparty im Zeltlager. In der Nacht von Freitag auf Samstag nächtigten die Kinder auf dem Sportgelände des TV Schaafheim; Muhl und die Betreuer hielten derweil Wache am Lagerfeuer, machten kaum ein Auge zu und waren sich doch einig, die Ferienspiele seien „doch immer wieder schön“, nicht nur für die sechs bis zwölf Jahre alten Teilnehmer.  (rin)

Quelle: op-online.de

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