Kunstabend der Schule im Kirchgarten

Immer für Überraschungen gut

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Die Band-AG bildete den Abschluss des Kunstabends der Schule im Kirchgarten.

Babenhausen - Ob mit Gesang, Theater oder Bastelarbeiten: Die Schule im Kirchgarten zeigte sich beim Kunstabend in der Stadthalle von ihrer kreativen Seite. Und da gab es für die zahlreichen Besucher viel zu sehen. Von Michael Just 

„Wir müssen was tun, wir dürfen nicht ruhen!“ – Wenn die Schüler der Chor-AG der Schule im Kirchgarten diesen Refrain singen, werden ihre Stimmen laut und kommen einem Rufen gleich. Das hat einen Grund: Das Stück stammt aus dem Kindermusical „Robinson“, das sich für Kinderrechte einsetzt. Darin reist Robinson in ferne Länder und sieht, wie hart Kinder in Äthiopien, Indien oder Brasilien arbeiten müssen. Bei den Begegnungen stellt er fest, welche Kraft in Kindern steckt, wenn sie sich gemeinsam für ihre Rechte einsetzen. Derzeit studiert die Chor-AG das Musical ein, um es 2016 in einer großen Aufführung zu präsentieren. Beim jüngsten Kunstabend gab es eine Kostprobe dessen, was Eltern und Mitschüler bald erwartet.

Der Kunstabend ist jedes Jahr dazu gedacht, die kreative Seite der Grundschule zu zeigen. Dazu gehören neben den vielfältigen Werken, die im Kunstunterricht entstehen, auch Theater und Gesang. Dass hier einiges geleistet wird, lässt sich schon daran erkennen, dass man für die Präsentation gleich die Stadthalle wählt. Das passt: Auf der großen Bühne finden die Vorführungen statt, im Nebensaal können die Mal- und Bastelarbeiten bewundert werden. Im Foyer bietet der Förderverein Waffeln, Schnitzelbrötchen und Getränke.

Den größten Bühnenpart hatte diesmal die 4 b, die ein 50-minütiges Theaterstück vorbereitet hatte. Unter dem Titel „Notruf aus dem Märchenwald“ verband sie verschiedene Märchen und stellte klassische Inhalte auf den Kopf. Darin monieren die Zwerge, dass sie für den Verschwendungswahn von Schneewittchen soviel arbeiten müssen. Klassenlehrerin Johanna Münzenmayer brachte viele tolle Ideen ein, darunter auch, dass das gesamte Bühnenbild wie Bäume, Türen oder Lebkuchen, von Kindern in den Händen gehalten wird. Aus leichter Pappe war das nicht sonderlich schwer und die permanenten Wackler sorgten für eine lebendige Kulisse.

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Bei der Schau der Werke aus dem Kunstunterricht ließen sich die Ergebnisse von 16 Klassen bestaunen. Hier wurden Traumhäuser und Regenbogenfische gemalt, Schatzkarten erdacht, neue Schuhe aus Gips kreiert, mit Ton das Gesicht des Klassenkameraden geformt und auf Mini-Webstühlen eigene Textilien hergestellt. „Kunst entsteht bei uns nicht nur im Unterricht. In allen Fächern versuchen wir, Kreativität und Fantasie mit reinzunehmen“, so Kunstlehrerin Susanne Weinrich.

Den Abschluss auf der Bühne bildete die Band-AG unter der Leitung von Steffen Huther. Durch einen Tipp der Kinder- und Jugendförderung kam der Musiker an die Schule. In der AG ist es nicht vonnöten, dass die Schüler ein Instrument spielen können. „Mittlerweile sind wir so erfolgreich, dass es eine zweite Gruppe gibt“, weiß die Schulleiterin. Beim Kunstabend traten die Schüler mit einfachen Instrumenten wie Cajon, Klangstäben, Xylophon oder Trommeln auf die Bühne und präsentierten ein Überraschungslied. Mit „Alle meine Entchen“ rief dies kein Erstaunen hervor, aber die Form der Interpretation: Den Kinderklassiker gab es in einer Reggae-, Rock‘n"Roll-, Folklore- und sogar einer Opern-Version.

Quelle: op-online.de

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