Schulhofgestaltung an OSB

Gewusel auf der Wackelbrücke

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Gestern konnten die Schüler das Klettergerüst erstmals in Beschlag nehmen.

Babenhausen - Neuer Baustein der Schulhofgestaltung: OSB-Schüler der fünften bis siebten Klassen können sich nun in den Pausen auf dem Klettergerüst austoben. Von Stefan Scharkopf 

Da passt einfach alles: Die Sonne scheint vom Himmel, die Temperaturen sind angenehm. So tragen die äußeren Bedingungen dazu bei, dass die Schüler in der großen Pause Lust haben, sich körperlich zu betätigen, sich auszutoben und neuen Elan für die nächste Stunde zu sammeln.

Möglichkeiten hatten sie dazu gestern auf dem neuen Kletterparcours an der Joachim-Schuman-Schule. Leiter Rainer Becker gab das Startzeichen, und sofort nahmen die Mädels und Jungs das aus imprägnierter Kiefer und Siebdruckplatten gebaute Gerüst in Beschlag. Von allen Seiten wagten sie sich auf das Sportgerät. Damit ist die Neugestaltung des Hofs der OSB um ein weiteres Segment größer. Im vergangenen Jahr wurde der Schulgarten als grünes Refugium eingeweiht. 25.000 Euro hat das mächtige Klettergerüst alles in allem gekostet, bezahlt wurde es mit dem Gewinn aus den Sponsorenläufen 2012/13 und 2013/14. Mit im Boot waren auch die Stadt, der Landkreis als Schulträger und die Firma Hardt.

Neu an der Schule ist auch eine Art Verkehrskreisel für den elterlichen automobilen Hol- und Bringdienst

Der Kletterparcours ist durchaus anspruchsvoll. Wer etwa über den Einstiegstrichter rauf will, muss schon gut balancieren können. Auf der Wackelbrücke, die aus Holztritten und einem Geflecht aus Ketten konstruiert ist, sind die ersten Schritte der Schüler noch zaghaft. Doch das wird sich im Laufe der nächsten Tage und Wochen sicher ändern. Sollte ein Kletterer mal stürzen, so landet er sanft. Der Boden ist mit einer dicken Schicht von feinem Kies ausgelegt, so dass nichts passieren kann. Schilder weisen aber darauf hin, dass die Kletterlandschaft bei Frost Tabu ist, weil der Kies zu Klumpen werden kann und ein Absturz dann doch schmerzhaft sein dürfte.

Eingeteilt ist der Schulhof an der OSB in sogenannte Aktivitätszonen, wie Schulleiter Becker erläutert. So gibt es eine Art Mulde, in der Fußball gespielt wird, und seit diesem Schuljahr auch einen Spieleverleih, in dem sich die Schüler gegen Vorlage eines Ausweises in den Pausen diverse Geräte borgen können. Der sechste Jahrgang organisiert den Verleih.

Für den Kletterparcours gibt es keine Nutzerbeschränkung, also keine bestimmte Anzahl von Schülern, die gleichzeitig herumturnen dürfen. Vorbehalten ist das große Spielgerät aber für die Klassen 5 bis 7, wie Becker sagt. Das sind bei der knapp 1100 Schüler starken OSB rund 540 potenzielle Klettermaxe. „Wir müssen uns noch Gedanken machen, was wir für ältere Schüler tun können“, sagt Becker. Platz für Angebote wäre hinter der künftigen neuen Mensa und der Eduard-Flanagan-Schule. Zwei weitere Tischtennisplatten wären auch willkommen.

Aber nicht nur der Kletterparcours ist neu an der OSB. Seit wenigen Wochen ist ein Parkplatz direkt an der Bgm.-Willand-Straße in Betrieb. Er bietet Abstellmöglichkeiten für 70 Autos. Und noch einen Service gibt es für Eltern, die glauben, ihre Sprösslinge nahe an die Schule kutschieren zu müssen. An der Straße – in Sichtweite des Klettergerüsts – gibt es nun die Möglichkeit, auf eine Fläche, die im hinteren Teil auch geteert ist, einzubiegen, um die Kinder zu bringen oder abzuholen. Das Areal ist als Kreisverkehr angelegt und entsprechend beschildert. Somit wird der Verkehr zu den Stoßzeiten auf der Willand-Straße etwas entzerrt.

Quelle: op-online.de

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