„Advent ist Zeit des Nachdenkens“

Seniorennachmittag mit Showeinlagen

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Die Kindergartenkinder sangen „In der Weihnachtsbäckerei“ und hatten dafür extra Rührschüsseln mitgebracht.

Sickenhofen - Einen gemütlichen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen genossen jetzt die Senioren in Sickenhofen auf Einladung der Stadt. In diesem Jahr waren auffällig viele Kinder an der Unterhaltung der Gäste in der Friedel-Wiesinger-Halle beteiligt. Von Petra Grimm

In passendem Outfit und ausgestattet mit Rührschüsseln betreten die Kindergartenkinder die Bühne und stimmen vor dem gespannten Publikum den Hit „In der Weihnachtsbäckerei“ an – sehr zur Freude der Omas und Opas oder auch schon Urgroßeltern der kleinen Akteure. Mit ihrer Erzieherin Annemarie Kattner hatten sie einige Lieder einstudiert. Ortsvorsteher Friedel Sahm, der den Seniorennachmittag moderierte, hatte gemeinsam mit dem Ortsbeirat das abwechslungsreiche Bühnenprogramm zusammengestellt. Eine weitere Showeinlage boten die kleinen Turnerkinder, die unter der Regie von Karola Trippel und Belinda Jacob einen Piratentanz eingeübt hatten. Zudem traten die Rope-Skipper aus Kleestadt auf, die von Sarah Falsone trainiert werden. Für Gesang sorgten die kleinen Chorsänger der Bachwiesenschule unter der Leitung von Gertraud Gonné und natürlich die Sickenhöfer Bruderkette.

Ein Höhepunkt des Nachmittags war der Auftritt des „Happy Man“ Norbert Herbert. Das Organisationsteam habe dem „weltbekannten Sickenhöfer Musiker für seinen Auftritt jede Menge Geld geboten, aber er wollte es nicht. Denn er tritt als Sickenhöfer vor Sickenhöfern nur ohne Geld auf“, lobte Sahm das musikalische Engagement des „Happy Man“, der seinem Namen Ehre machte und für gute Laune sorgte. Sahm bedauerte bei seiner Begrüßung, dass die Stadt aus Kostengründen den Weihnachtsbaum beim Seniorennachmittag eingespart hatte. Aber die Kindergartenkinder hatten tolle Sterne zur Dekoration des Saales gebastelt. Und auch die Tische waren festlich geschmückt. Mit der Resonanz auf die Einladung zeigte sich der Ortsvorsteher zufrieden: „Wir haben 90 Einladungen verschickt und rund 70 ältere Mitbürger sind auch gekommen.“

Bürgermeister Achim Knoke dankte dem Ortsbeirat für die Organisation und den freiwilligen Helfern, die hinter den Kulissen werkelten und den Service im Saal übernommen hatten. Er forderte dazu auf, „nach Dingen zu suchen, die uns alle über Religionsgrenzen hinaus verbinden“, beispielsweise die Mildtätigkeit. Und erinnerte mit Blick auf die Flüchtlinge in der Kaserne an die Nachkriegszeit, in der es gelungen sei, mit vielen Menschen, die als Vertriebene kamen, „friedlich zusammen zu leben“. Er dankte der älteren Generation, die selbst noch erlebt habe, wie fürchterlich Krieg und Gewalt sei, für ihre Aufbauleistung.

Pflegekurse erleichtern die Versorgung der Lieben

Schöne Ansprachen hielten auch Pfarrerin Elke Becker und der katholische Pfarrer Ferdinand Winter. Elke Becker ermutigte die, die in dieser dunklen Jahreszeit von Ängsten und Sorgen geplagt sind und unter ihrer Einsamkeit leiden mit einer Geschichte. Sie handelte von unter der Erde verschütteten Bergleuten, die bei ihrem Bemühen, sich frei zu schaufeln, Hilfe von außen erhalten, von anderen Menschen, die sie befreien.

Der Advent lade dazu ein, wenn wir mutlos und traurig sind, darauf zu vertrauen, dass der Retter kommt, sich „einen Weg zu uns bahnt“. „Auf der anderen Seite unserer Schwierigkeiten ist Gott selbst am Werk und arbeitet auf unsere Rettung hin“, so die Pfarrerin.

Pfarrer Winter sprach davon, dass der Advent eigentlich keine Zeit des Glanzes und Glitters sei, sondern der Nüchternheit, in der wir uns darauf einstellen, was kommt. „Es ist eine Zeit, einmal darüber nachzudenken, wie war das Jahr, was bewegt mich. Zeit für eine Rückschau auf das eigene Leben, die Familie, die Stadt und die Religiosität“, so der Pfarrer, der dazu aufrief zu erkennen, worauf es im Leben ankommt: „Der Advent ist eine Einladung, neu wach zu werden für die christliche Botschaft und die wesentlichen Dinge des Lebens nicht zu verschlafen.“

Quelle: op-online.de

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