Bauer Mahr spendet rund 100 Kilogramm Spargel

Schlemmen für den guten Zweck

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Die Gäste ließen sich den selbstgekochten Spargel mit Schnitzel schmecken.

Sickenhofen - Das Spargelfest des Freundeskreises der CDU erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Der Erlös fließt in die Renovierung der alten Schule. Von Petra Grimm 

Rund 100 Kilogramm des königlichen Gemüses landeten beim Sickenhöfer Spargelfest am Samstag in Form von Stangen, als Salat oder Suppe auf den Tellern der zahlreichen Gäste. Außerdem brutzelte vor der Friedel-Wiesinger-Halle Deftiges auf dem Grill und eine große Kuchentheke mit Selbstgebackenem lud zum Schlemmen ein. Ein Weinstand mit edlen Tropfen aus dem Großostheimer Familienweinberg von Monika Heinlein sorgte für flüssige Highlights, darunter der „Sickenhöfer Erdbeer-Flip“. Zubereitet wurde dieses Getränk aus gezuckerten, in Rosé Apfelwein eingelegten Erdbeeren, die im Glas mit Sekt aufgefüllt wurden.

Bereits zum 21. Mal lud der Freundeskreis der CDU zu der beliebten Veranstaltung ein. Nach einer kurzen Unterbrechung in den 90ern ist das gesellige Fest mit seinen kulinarischen Verlockungen jetzt seit vielen Jahren in Folge ein Selbstläufer. „Wir erhöhen jedes Jahr die Menge an Spargel und Schnitzel“, sagte Ortsvorsteher Friedel Sahm, der an der Spitze des Organisationsteams steht und mit dem Besucherandrang und dem Verlauf des Festes sehr zufrieden war.

Erfreut und dankbar waren die Veranstalter auch, dass der Sickenhöfer Spargelbauer Jürgen Mahr das königliche Gemüse wieder gespendet hat. Am Donnerstag haben 14 fleißige Frauen im Hof der Familie Hartenstein stundenlang die Schälmesser geschwungen.

Die nötigen Helfer für das Fest wären ohne Probleme aufzutreiben, sagte Sahm: „Viele haben sich bereit erklärt mitzuarbeiten, ohne dass wir groß bitten mussten. Allein am Freitag beim Aufbau waren wir fast 15 Leute und heute sind über den ganzen Tag verteilt 50 Leute in drei Schichten für Dienste eingeteilt. So ein Fest steht und fällt mit dem Team und wir haben hier eine tolle Truppe zusammen.“ Sogar Helfer aus anderen Stadtteilen waren am Zapfhahn zu sehen. Ein gutes Gespann hatte sich auch in der Küche zusammengefunden: Der gelernte Koch Ernst Mosen und der Metzger Franz Weihert, der zum routinierten Küchenteam des Sportvereins gehört, waren gemeinsam und gut gelaunt an den Töpfen und Pfannen im Einsatz. Während Mosen seit vielen Jahren beim Spargelfest kocht, ist Weihert an seiner Seite hier zum ersten Mal dabei. „Franz war mein Wunschkandidat“, sagte Mosen.

Der Frühling 2015 war viel zu trocken

Es ist kein Wunder, dass so viele an einem Strang zogen. Denn schließlich wurde für einen guten Zweck gefuttert, von dem alle Sickenhöfer etwas haben. Gespendet wurde der Erlös aus den Spargelfesten schon immer. Seit einigen Jahren fließt er in einen Topf, der für die Renovierung der alten Schule bereit steht. Noch ist nicht entschieden, was aus dem historischen Gebäude, das im Besitz der Stadt ist, werden soll. Früher wurde es als Schulhaus und als Rathaus genutzt.

Die Sickenhöfer wünschen sich, dass daraus – ähnlich wie in Hergershausen – ein Dorfgemeinschaftshaus entsteht. „Vor allem für die Jugendlichen und die Senioren bräuchten wir Räume“, sagte Ortsvorsteher Friedel Sahm. Dafür müsste das Gebäude, das derzeit lediglich als Büro für das Orts- und das Schiedgericht genutzt wird, von der Stadt renoviert werden. Die Sickenhöfer selbst wollen auch einen Beitrag dazu leisten, beispielsweise für die Inneneinrichtung, sagte der Ortsvorsteher: „Wir haben inzwischen rund 11 000 Euro aus den Spargelfesten der zurückliegenden Jahre auf dem Konto. Das ist schon mal ein Grundstock, den wir investieren könnten“.

Quelle: op-online.de

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