Skateboard-Workshop von Kinder- und Jugendförderung und Vhs

Mit dem Brett über die Rampe

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Auf dem Board über den Skateplatz flitzen gefiel den Mädels und Jungs des Workshops.

Babenhausen - Langsam anfahren, Schwung holen und die Plattform passieren, ohne das Gleichgewicht zu verlieren: Beim Skateboard-Workshop lernen die Jungs und Mädels die Grundlagen der lässigen Sportart. Von Petra Grimm 

Jannis fährt schwungvoll die Rampe hoch. Oben angekommen, bleiben die Füße auf dem Skateboard stehen, nur der Oberkörper dreht sich für die Fahrt nach unten. „Das nennt man fakie fahren. Weil die Füße bei der Wende nicht umgesetzt werden“, erklärte Florian Falk aus Dieburg. Gemeinsam mit seinem Freund Bennet Hutzelmeier brachte der 24-Jährige neun Babenhäuser Kindern zwischen sieben und 14 Jahren die Grundlagen beim Skateboardfahren bei. Drei Nachmittage ging der Kurs, zu dem die Volkshochschule Darmstadt-Dieburg gemeinsam mit der städtischen Kinder- und Jugendförderung eingeladen hatte.

So herrschte fröhliches Treiben auf dem Skaterplatz im Riemen. „Dieser Kurs ist eher für Anfänger. Tricks, wie Sprünge oder ähnliches gehören noch nicht zum Programm“, erklärte Florian Falk. „Wir zeigen den Kids die Grundlagen, wie das Pushen – also das Anfahren – das Lenken oder auch das Bremsen.“ Für die Jungs und Mädels, die sonst zuhause im Hof oder auf der Straße mit ihren Boards unterwegs sind, wie sie erzählten, bot der Kurs vor allem die Chance, auf Rampen zu fahren. „Das kann ich nur hier üben“, sagte der achtjährige Philipp, der wie die anderen mit Helm sowie Knie- und Armschützern ausgerüstet war.

Die Balance zu halten ist auf dem Board schwierig. Da hilft es, wenn die Arme leicht ausgebreitet werden.

Stürze ließen sich zwar nicht ganz vermeiden. Doch wenn dann mal das Gleichgewicht verloren wurde, fielen die Kids „geschickter“ als die meisten Erwachsenen. Sie schienen sich dabei nicht weh zu tun. „Ich habe hier gelernt, Rampen zu fahren“, erzählte Hannah. „Es ist ein tolles Gefühl, wenn man es geschafft hat.“ Sie fange eigentlich erst jetzt richtig mit dem Skateboardfahren an, sagte die Achtjährige: „Am Anfang habe ich mich mit einem Besen dabei abgestützt.“ Nach ein paar Übungsstunden rollte sie schon flott über den Platz. Viel gefordert waren auch die beiden Kursleiter, die permanent alle Teilnehmer im Blick behalten mussten. Bei der einen oder anderen Übung hielten sie die Kinder auf dem Brett fest oder liefen zumindest nebenher.

Außerdem hatten nicht alle Skater das gleiche Niveau. „Wir haben deshalb zwei Gruppen gebildet, die unterschiedliche Sachen üben“, erklärte Falk. In einer Sache waren sich die kleinen Rollbrettfahrer aber einig: „Skateboarden ist viel cooler als Fahrrad fahren.“ Und Ryan, der seit ungefähr vier Monaten auf dem rollenden Brett unterwegs ist, ergänzte: „Man kann mit dem Skateboard auch ganz andere Sachen machen als mit dem Rad.“

Quelle: op-online.de

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