Evangelischer Kindergarten zieht um und wird größer

Im Sophie-Kehl-Haus wird’s bunt

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Neue Gerätschaften sollen den Kindern den Einstieg im Sophie-Kehl-Heim erleichtern. Dass alles gut vonstatten geht, davon sind Lora Seel von der Stadtverwaltung und Christoph Kleinert vom Vorstand der evangelischen Kirche Babenhausen überzeugt.

Babenhausen - Auf dem Weg zur Erweiterung der Kitas ist die Stadt ab Januar einen großen Schritt weiter. Mit dem Umzug des evangelischen Kindergartens ins Sophie-Kehl-Haus werden voraussichtlich 50 neue Plätze geschaffen. Von Corinna Hiss 

Bis sich die drei vorgesehenen Kitagruppen im Sophie-Kehl-Haus im Erloch tummeln werden, ist es aber noch ein langer Weg. Das betont Christoph Kleinert vom Vorstand der evangelischen Kirche beim Besichtigungstermin mit unserer Zeitung. Seit dem 21. Januar sind die Räumlichkeiten des evangelischen Kindergartens zu, eine Eröffnung nach den Weihnachtsferien gibt es nicht. Stattdessen ist zwischen den Jahren der große Umzug geplant. Dass das Sophie-Kehl-Haus weniger zentral gelegen ist, stört die Eltern nicht. Jeder weiß: Es ist nur eine Übergangslösung, bis der Neubau für die evangelische Kita fertig ist. Zweieinhalb bis drei Jahre sind im Sophie-Kehl-Haus angedacht, das laut Lora Seel vom Fachbereich Soziales und Familien der Stadtverwaltung zwar für eine Kindertagesstätte geeignet ist, aber auch nur das „Minimum an Kapazitäten“ vorweist.

„Wir fangen nicht komplett bei null an“, berichtet Seel. Schließlich waren bis vor zwei Jahren die Kleinen der Kita Kunterbunt dort untergebracht – und was für den ASB gut war, reicht auch der evangelischen Kirche. Zwei Durchbrüche, um aus zwei kleinen Wohnungen einen großen Gruppenraum zu schaffen, gibt es bereits, ebenso wie die drei Container, die als Bewegungsraum den Kindern Raum zum Toben geben sollen. Für noch mehr Platz wurden zwei weitere Durchbrüche geschaffen, sodass es im Sophie-Kehl-Haus nun drei Gruppenräume gibt – farblich gekennzeichnet mit rot, blau und grün. Doch auch wenn dort bereits Kinder gespielt haben, galt es die vergangenen Wochen, noch einmal ordentlich Hand anzulegen. Die Fenster bekamen eine neue Splitterschutzfolie, Balkontüren wurden gesichert, die Böden von Grund auf gereinigt und zudem neu versiegelt. „Es war einfach verlebt“, bilanziert Seel.

Momentan hat der evangelische Kindergarten nur eine Gruppe, die halbtags betreut wurde. Doch im neuen Jahr soll alles anders werden: Die Kita zieht um, möchte sich erweitern und bekommt eine neue Leiterin. Nachdem Ursula Scherer nach 46 Jahren im Einsatz für den Kindergarten in Ruhestand gegangen ist, übernimmt nun Jutta Grimm. „Es wird anfangs bei einer Gruppe bleiben“, sagt Kleinert, denn für eine zweite Gruppe muss es erst einmal genug Bewerbungen geben. Dass unter den Babenhäuser Eltern Interesse besteht, kann Lora Seel jetzt bereits bestätigen.

Klagen auf den Kita-Platz - aber wie?

Nach und nach soll der Kita-Betrieb ganztägig von 7 bis 17 Uhr ausgeweitet werden – für ein Mittagessen wurde die Aufwärmküche im ersten Obergeschoss mit modernsten Geräten ausgestattet. „Für uns ist das Neuland, aber wir haben keine Eile“, so Kleinert. Wichtig sei jetzt, dass der Umzug reibungslos verläuft, alles weitere kläre sich im Laufe der Zeit. „Alle sind positiv gestimmt“, sagt er und meint dabei besonders die Kinder. „Sie sind hier sofort herumgesprungen und haben sich wohl gefühlt.“ Neben den Spielsachen, die die Kita Langstadt bereits für die Kita Kunterbunt zur Verfügung gestellt hatte, wurden neue Burgen in den drei Gruppenfarben angeschafft. Die können dann auch im Neubau, für den Bürgermeister Achim Knoke zurzeit mit Landkreis und Kirche einen geeigneten Standort verhandelt, genutzt werden. Sonst kommt aus dem alten Kindergarten aus Platzgründen nicht viel mit. Für Kleinert aber kein Problem, denn: „Bunt wird’s von allein.“

Quelle: op-online.de

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