Teile der Umrandung sind marode

Stützen an Friedhofsmauer

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Hölzerne Stützen sollen an der Sickenhöfer Friedhofsmauer dafür sorgen, dass das Mauerwerk bis zur endgültigen Renovierung nicht noch weiter verfällt und keinen Schaden anrichtet. Da sollte jedoch ein Augenmerk darauf gelegt werden, dass die nicht imprägnierten Kanthölzer aus Weichholz nicht verfaulen, bevor die Sanierung abgeschlossen ist.

Sickenhofen - Die Friedhofsmauer muss gestützt werden, weil die Standfestigkeit nicht mehr gewährleistet ist. Das gilt aber nur für den neuen Teil. Von Walter Kutscher 

Bereits vor einigen Wochen sind an der Mauer, die den Sickenhöfer Friedhof umgibt, Holzbalken und Holzstützen angebracht worden. Der städtische Bauhof musste Ende letzten Jahres kurzfristig hier Maßnahmen zur Sicherung des Mauerwerks ergreifen, da an einigen Stellen Steine wackelten und bereits teilweise aus dem Mauerverbund herausgebrochen waren. Nach Information aus dem Rathaus ist die Standfestigkeit der Mauer nicht mehr gewährleistet.

Gründe dafür, so berichtet Clemens Kiefer vom Bauamt, sind Schwachstellen im Verbund zwischen der Mauer und den Pfeilern, die ungefähr im Abstand von drei Metern das Bauwerk stützen und auch die Verbindung zwischen den Steinen und dem Fundament ist an manchen Stellen brüchig.

Erst 1999 wurde nach Erweiterung des Friedhofs nach Westen diese Umfassung neu erbaut. Dabei wurde auch der Haupteingang etwa 15 Meter in westlicher Richtung verlegt und die alte Pforte zugemauert. Seitdem ist die Zufahrt von großen Fahrzeugen des Bauhofes oder anderer Anlieger zur Einsegnungshalle nur mit einigen Rangierbewegungen zu bewältigen, da in diesem Bereich auch Pflanzbeete angelegt wurden. Baufällig ist allerdings nur der neuere Teil der Mauer, denn bei einem Rundgang um den Friedhof sieht man, dass am alten Mauerwerk keine Sicherungsmaßnahmen vorhanden sind.

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Die provisorische Absicherung, so Clemens Kiefer weiter, muss noch einige Zeit beibehalten werden, da eine kurzfristige Reparatur nicht infrage kommt. Denn zur Vorbereitung der Renovierungsarbeiten wird der Ortsbeirat mit in die Planungen einbezogen. Es müssen Angebote eingeholt werden und dabei wird geprüft, ob eine Reparatur oder der Bau einer neuen Mauer kostengünstiger ist. Bis zum kommenden Herbst soll die Instandsetzung dann abgeschlossen sein. Da bleibt nur zu hoffen, dass – egal welche Lösung bevorzugt wird – diese länger als 16 Jahre hält.

Quelle: op-online.de

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