Eppertshäuser Unternehmer restauriert altes Rathaus

Umbau in Arztpraxis hat begonnen

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Das alte Rathaus in Hergershausen wird zurzeit saniert. Dort soll eine Arztpraxis ansässig werden.

Hergershausen - Medizinische Versorgung in ländlichen Regionen ist schwierig. Umso besser, dass dieses Problem in Hergershausen schon bald Geschichte ist. Von Petra Grimm 

Eine Verbesserung der dörflichen Infrastruktur zeichnet sich in Hergershausen ab. Denn das ehemalige Rathaus, direkt neben dem Bürgerzentrum Alte Schule in der Rodgaustraße 18 wird seit Anfang des Jahres vom Bauunternehmen Lars Petersen aus Eppertshausen saniert und zu einer Arztpraxis umgebaut. „Bis Ende des Jahres werden wir wohl für die Sanierungsarbeiten brauchen. Wir hoffen, dass das Gebäude bis Dezember einzugsfertig ist“, sagt der Bauunternehmer, der das unter Denkmalschutz stehende Gebäude im vergangenen Jahr gekauft hat. Die Zusage eines Allgemeinmediziners, der zum 1. Januar 2017 einziehen würde, hat Petersen. Nach dessen Vorstellungen baut er jetzt das Erdgeschoss zu einer Arztpraxis um. Außerdem werden im ersten Obergeschoss zwei Wohnungen und im Dachgeschoss eine Wohnung entstehen, die vermietet werden.

Im Inneren werden fast alle der über die Jahre eingebauten Zwischenwände entfernt. Denn das 1822 von der Gemeinde mit Zuschüssen der Kirche ursprünglich als Schule errichtete Bauwerk wurde unterschiedlich genutzt und im Inneren gelegentlich umgebaut. Die Gemeindeverwaltung zog in den 1920er Jahren, als das alte Rathaus am Dalles baufällig wurde, in dieses Gebäude um. Ab Anfang des 20. Jahrhunderts war es Teil eines größeren Gebäudekomplexes. Denn direkt nebenan ist im Jahr 1908 ein neues, großes Schulhaus eingeweiht worden, das heute vom Verein Herigar als Bürgerzentrum betrieben wird. Die Sanierung der „alten Bürgermeisterei“ ist zu großen Teilen auch eine Restaurierung. Im Inneren erneuern die Arbeiter beispielsweise die kaputten Deckenteile wieder als alte Lehmdecke. „Wir verwenden althergebrachte Materialien, wie Kalk- und Lehmputze, legen Holzböden und arbeiten das Treppenhaus aus Holz komplett auf. Die Wohnungen werden ökologisch gebaut, wenn man es so nennen will.

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Das Haus wird wieder den Charakter eines alten Amtsgebäudes erhalten“, erklärt Petersen. Die Außenfassade steht unter Denkmalschutz. Aber die Abstimmung mit dieser Behörde ist für den Bauunternehmer kein Problem. Er ist Fachmann in Sachen historischer Bausubstanz und arbeitet seit 25 Jahren mit der Denkmalpflege zusammen. „Das Dach muss erneuert werden. Dafür läuft der Bauantrag“, so der Bauunternehmer, der guter Dinge ist, dass er seinen Zeitplan einhalten kann.

Quelle: op-online.de

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