Walter Herbert und Holger Plischke erhalten den Landesehrenbrief

Dank an Ortsvorsteher und IHK-Prüfer

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Mit Holger Plischke (3. v. l.) und Walter Herbert (3. v. r.) freuten sich am Freitagabend im kleinen Saal der Stadthalle Gremiumsvorsitzender Helmut Fendt (l.), Petra Plischke (2. v. l.), Ingrid Herbert (2. v. r.) und Landrat Klaus Peter Schellhaas (r.) über die zwei Landesehrenbriefe.

Babenhausen - Zwei Babenhäuser sind für ihren nimmermüden Einsatz in ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen mit dem Landesehrenbrief ausgezeichnet worden. Von Jens Dörr

„Durch Menschen wie Sie ist die Gesellschaft reicher!“, äußerte sich Landrat Klaus Peter Schellhaas mit Blick auf Walter Herbert und Holger Plischke. Der Laudator lobte im Beisein von rund 100 Gästen das vielfältige Engagement der beiden Männer und überreichte ihnen bei einem Empfang des Gremiums der Babenhäuser Vereine den Landesehrenbrief. Im Falle von Walter Herbert führten zum Vorschlag, ihn mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen zu dekorieren, insbesondere dreierlei Dinge. Erstens fungierte Herbert zwischen 1984 und 2014 drei Jahrzehnte lang als Schriftführer des Gremiums der Babenhäuser Vereine, das wiederum selbst ein eingetragener Verein ist und derzeit 17 Gruppen und Vereine als Mitglieder verzeichnet.

Das Gremium tritt unter anderem als offizieller Veranstalter des Fastnachtszugs und des Altstadtfests auf und ist auch eine Art Koordinator, um terminliche Überschneidungen bei Veranstaltungen einzelner Vereine in der Stadt zu verhindern. Die nicht unwesentliche Arbeit, die das Gremium somit leistet, stemmte Herbert 30 Jahre mit.

Zweitens wirkt der Babenhäuser, der am Freitag von seiner Frau Ingrid begleitet und neben weiteren örtlichen Prominenten auch vom Gremiumsvorsitzenden Helmut Fendt beglückwünscht wurde, seit mehr als einem Vierteljahrhundert im Carnevalverein Babenhausen sowie im örtlichen Kleingartenverein mit. Neueste Tätigkeit Herberts, durch die er nochmals einen Zugang zu weiteren Babenhäusern erlangte, ist jene des Ortsvorstehers der Kernstadt.

Diese Aufgabe hat Herbert im Oktober 2012 übernommen, und auf sie ging Schellhaas vor der Übergabe des Ehrenbriefs samt entsprechendem Abzeichen besonders ausführlich ein. Der Landrat unternahm dabei einen Ritt in die Vergangenheit, in der er noch Bürgermeister der Gemeinde Modautal gewesen war. „Sind Ortsbeiräte notwendig oder nicht? Ich habe da meine eigene Meinung“, sagte er und ließ keinen Zweifel daran aufkommen, dass er Herberts Tätigkeit sowie jene der anderen Vorsteher in den Babenhäuser Stadtteilen für wichtig erachte. Obgleich er damals festgestellt habe, dass die Zusammenarbeit mit den Vorstehern und der häufigen Debatte um Partikularinteressen „nicht immer vergnügungssteuerpflichtig“ sei. Zu würdigen sei indessen nicht nur die Arbeit fürs Gemeinwohl auf Herberts Posten, sondern auch auf den anderen politischen Positionen. Schließlich gelte für Babenhausen: „Es gibt hier nur eine Person, die mit Politik Geld verdient – und das ist der Bürgermeister. Alle anderen sind in der Babenhäuser Lokalpolitik ehrenamtlich tätig.“ Schellhaas vergaß schlussendlich auch Herberts Einsatz im Präventionsausschuss der Stadt nicht.

Bei Holger Plischke stellte der Landrat heraus, dass auch dieser Babenhäuser – begleitet von seiner Frau Petra – um Längen die Vorgabe übertreffe, sich für einen Landesehrenbrief „mindestens zwölf Jahre in herausragender Weise“ um die Gesellschaft verdient gemacht zu haben –Plischke ist seit 1978 Rechner des Jugend-Kultur und Freizeitklubs Babenhausen und seit etwa zwei Jahrzehnten Mitglied im Prüfungsausschuss der IHK Darmstadt. Der Werkzeugmacher, der bei Continental arbeitet, ist Meister und Fachmann auf seinem Gebiet. „Mein Vater war auch einer, das sind regelrechte Künstler“, deutete Schellhaas an, zum Beruf Plischkes einen persönlichen Bezug zu haben. Der Babenhäuser prüfe junge Menschen und erbringe damit einen nicht immer leichten Dienst: „Es ist schwieriger geworden, weil junge Leute heute andere Sachen mitbringen als wir früher.“

Gerade hinsichtlich Benimm und Etikette müsse auch der ein oder andere Azubi des Landkreises Darmstadt-Dieburg erst einmal einem Crashkurs unterzogen werden, gab Schellhaas seine Erfahrungen und die seiner Personalabteilung preis.

Quelle: op-online.de

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