Zweckverband legt neuen Etat vor

Wasserpreis wird nicht erhöht

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In diesem Jahr fertiggestellt und bezogen werden konnte beim Gruppenwasserwerk das neue Verwaltungsgebäude, das mit einem Kostenaufwand von mehr als drei Millionen Euro errichtet worden ist.

Babenhausen  - Mehr als 20 Millionen Euro umfasst der neue Wirtschaftsplan, mit dem der Zweckverband „Gruppenwasserwerk Dieburg“ im kommenden Jahr haushalten will.

Bei einer Verbandsversammlung unter Leitung von Rainer Eder wurde der neue Etat im Gruppenwasserwerk bei Hergershausen einstimmig verabschiedet. Innovation bei den Wasserwerkern: Im Versorgungsgebiet des Zweckbverbands wurden in den Haushaltungen rund 8 000 neue Wasserzähler installiert. Dazu mussten auch Mitarbeiter anderer Firmen eingesetzt werden, weil es sonst der Verband mit eigenen Leuten nicht geschafft hätte. Der Wasserpreis von 1,80 Euro je tausend Liter erhöht sich wegen der Auswechslung der Zähler nicht. Der Etat des Zweckverbands schließt im so genannten Vermögensplan in Einnahmen und Ausgaben mit 6,1 Millionen und im Erfolgsplan in Aufwendungen und Erträgen mit 15,7 Millionen Euro ausgeglichen ab.

Siegfried Sudra als Vorstandsvorsitzender des Zweckverbandes erinnerte an die Schwerpunkte des Jahres 2015. Da stand neben der Sicherung der Wasserversorgung die Fertigstellung des neuen Verwaltungsgebäudes im Vordergrund. Die technischen und kaufmännischen Abteilungen arbeiten nun unter einem Dach im zweigeschossigen Gebäude, das Mitte des Jahres bezogen werden konnte. Da waren in den Büros auch neue moderne Server installiert worden. Der neue Verwaltungsbau soll im kommenden Jahr der Bevölkerung bei einem Tag der offenen Tür zugänglich gemacht werden, wie Siegfried Sudra ankündigt.

Im Etat ist eine Darlehensaufnahme von rund zwei Millionen Euro vorgesehen. Sie soll vor allem auch für die Erneuerung der nördlichen Fernleitung verwendet werden. Im Stellenplan sind für 2016 wieder sechs Stellen für Auszubildende vorgesehen. Wie die beiden hauptamtlichen Leiter des Wasserwerks betonten, müsse der Zweckverband die Ausbildung von eigenen Fachkräften forcieren. Besonders für den technischen Bereich sei es schwierig, geeignetes Personal zu finden. Für die Erneuerung der Fernleitung „Nord“ sind im neuen Etat als Anlaufsumme 600.000 Euro eingeplant. Die Fertigstellung der Fernleitung soll 2017 erfolgen. Zur Sicherung der Wasserversorgung sollen insgesamt 2,7 Millionen Euro in das Leitungsnetz investiert werden. 210.000 Euro sind außerdem für die Probebohrungen zur Erschließung neuer Tiefbrunnen veranschlagt.

Energiewende: Diese Probleme sind noch zu lösen

Wie Vorstandsvorsitzender Siegfried Sudra weiter erklärte, habe der Zweckverband seit 2011 jeweils kontinuierlich jedes Jahr rund vier Millionen Euro investiert, um die Trinkwasserversorgung im Verbandsbereich zu sichern. 

ka

Quelle: op-online.de

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