Kinderlächeln als Dankeschön

400 Pakete für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“

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Jedes Kind freut sich über ein Präsent unterm Weihnachtsbaum, besonders diejenigen, die sonst nichts bekommen.

Babenhausen - Für die meisten ist ein Berg voller Geschenke an Weihnachten normal. Doch nicht alle leben in solch einem Überfluss – und das wissen auch viele Babenhäuser. Von Corinna Hiss 

Es gibt kaum ein schöneres Gefühl, als wenn Kinderhände flink Geschenkpapier herunterreißen und die Augen beim Anblick des Inhalts zu leuchten beginnen. Doch was ist, wenn die Eltern kein Geld für große Ausgaben haben? Oder wenn ein Kind gar keine Familie mehr hat? Damit es vielen Jungs und Mädchen in Bulgarien, Rumänien, Polen, der Ukraine oder der Mongolei ebenso geht wie den meisten Kindern in Deutschland, wurde vor 20 Jahren die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ ins Leben gerufen, an der sich dieses Jahr wieder viele Babenhäuser beteiligt haben. Organisatorin Simone Finn zeigt sich dankbar für das Engagement in der Gersprenzstadt: Es sind fast 400 Schuhkartons zusammengekommen, die Kindern ohne gefüllte Spielzimmer eine Freude bereiten werden.

Zwei Ereignisse waren es, die Simone dieses Jahr während der Vorbereitungszeit besonders berührt haben. So haben sich sechs Freundinnen an einem Sonntagnachmittag zusammengetan und gemeinsam zwölf Schuhkartons liebevoll beklebt. „Das gemeinsame Gestalten macht Spaß und dient dem guten Zweck. So etwas darf gerne Nachahmer finden“, sagt die Babenhäuserin.

Die zweite Begebenheit rührt Finn sogar noch mehr. Als sie im Supermarkt an der Kasse stand, um mal wieder Leckereien für die Geschenkaktion zu besorgen, kam sie mit dem Mann hinter ihr ins Gespräch. Nichtsahnend vermutete er beim Anblick der Schokoriegel und der Tafeln einen „süßen Abend“. Als Finn ihm dann von der Aktion berichtete und für wen das Naschwerk wirklich bestimmt war, übernahm er kurzerhand die Rechnung dafür, ohne den Beleg haben zu wollen.

Doch nicht nur helfende Hände und spontane Bezahlaktionen haben in Babenhausen zum Erfolg des Projekts geführt. Die Emmaus-Gemeinde und die Buchhandlung Auslese dienten die vergangenen Wochen als Annahmestellen. Dort halfen einige Frauen bei der Durchsicht und der Verpackung in die großen Versandkartons. „Ohne sie wären wir nicht so schnell voran gekommen“, sagt Finn erfreut.

Sachspenden vom dm-Markt Babenhausen, der Sparkasse Langen-Seligenstadt, Geschäftsstelle Kleinkrotzenburg, und der Gemeinschaftspraxis Dr. Strauch und Dr. Haag in Kleinkrotzenburg konnten ebenfalls gut gebraucht werden. Einen besonderen Dank schickt Simone Finn an die Bachgauschule. Das Oberstufengymnasium sammelte auch in diesem Jahr wieder sehr viele Kartons. Zudem spendete das Babenhäuser Schuhhaus Merx reichlich Kartons. Nicht zuletzt ist Finn dankbar für die vielen Sach- und Geldspenden der Bürger, die so die rund 400 Schuhkartons zu echten Weihnachtsgeschenken gemacht haben.

Wer dieses Jahr verpasst hat, mitzumachen, kann sich für 2016 bei Marion Böhler-Walter von der Emmaus-Gemeinde oder bei Simone Finn, Straßburger Straße 3, melden.

Quelle: op-online.de

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