Reise durch den Zauberwald

Weihnachtsfeier: TVH-Nachwuchs zeigt sein Können

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Zum Staunen regte auch dieses Jahr die Weihnachtsfeier des TVH an: 13 Gruppen gaben einen Abriss ihres Könnens.

Hergershausen - „Hey Zwerge, hey Zwerge, go go go“ schallt der Hip-Hop-Song aus den Lautsprecherboxen. Dazu demonstrieren Buben mit roten Zipfelmützen und karierten Hemden, welche Turnübungen auf einer Langbank möglich sind.

Auf der Brust liegend, ziehen sich die Fünf- bis Sechsjährigen mit ihren Armen vom Anfang bis zu deren Ende. Danach stützen sie sich mit ihren Händen ab und hüpfen jeweils mit beiden Beinen von der einen auf die andere Seite der Bank. Kurz darauf dominiert die Farbe grün bei T-Shirts, kurzen Tüll-Röcken und schrillem Make-up: Als Elfen machen die Mädchen der 3. und 4. Klasse von Gesundheitsbällen herab Purzelbäume oder schlagen daneben Räder.

Bei der Weihnachtsfeier der Kinder des TV Hergershausen wurde die Bühne im Bürgerhaus wieder zum Kaleidoskop aus Bewegung, Musik und ideenreichen Choreografien. In guter alter Tradition zeigte der Nachwuchs den Eltern, was er beherrscht. Die bunte Schau war in eine Geschichte eingebunden, die schon seit Jahren aus der Feder von der Vorsitzenden Ute Beck stammt. Stets vor Weihnachten setzt sie sich hin und wird zur fantasiereichen Schriftstellerin. Diesmal ging"s in den Zauberwald: Darin muss ein Mädchen (Laura Dorscher) Abenteuer gegen eine böse Hexe (Kim Friele) bestehen. Ihr zur Seite steht dabei Pipi Langstrumpf (Marie Kunz), Tabaluga (Emilia Barth), Harry Potter (Philipp Buia) sowie eine gute Fee (Emily Fischer).

Die Vorführungen bestimmten 13 Gruppen mit rund 200 Kindern, die unter anderem als Zwerge, Trolle oder Elfen antraten. Darunter waren die Kleinkinder, die Vorschulkinder, die Jugendgruppe, die turnenden Buben und Mädchen der verschiedenen Altersklassen, die Tanzgruppe oder die Rope-Skipper. Als Augenweide traten immer wieder die Kostüme hervor. Bei den Hexen erinnerten diese mehr an rhythmische Sportgymnastik als an lange Gewänder von Magierinnen.

Drei Monate für 25 Kostüme

Für das begeisternde Ergebnis saßen die Übungsleiterinnen Doris Bath und Sandra Fischer lange an der Nähmaschine. „Für die 25 Kostüme haben wir drei Monate gebraucht“, berichten sie. Dass das viel Arbeit war, versteht sich von selbst. „Wir machen das aber sehr gerne. Vor allem wenn man sieht, welchen Spaß die Kinder beim Auftritt haben“, ergänzen die beiden. Bevor der Nikolaus kam, sagten sich noch die Rope-Skipper an. Sie nahmen gleich drei Programmpunkte ein. Die Seilspringer bilden mittlerweile eine der Hauptsparten beim TVH. Vor allem die „Sweeties“ sorgten dafür, dass bei soviel süßem Naschwerk auf der Bühne die Foto- und Videofunktionen der Kameras im Saal im Dauereinsatz waren. Der Nikolaus hatte als Belohnung für alle Beteiligten ein T-Shirt mit dem TVH-Logo parat.

Bilder: Farbenfroher Kerbumzug in Hergershausen

Derzeit zählt der Verein 760 Mitglieder und ist damit bestens aufgestellt. Vor allem das Neubaugebiet brachte viele junge Familien zum Turnverein. Für Vorsitzende Ute Beck eine tolle Entwicklung, über die sie sich aber nur eingeschränkt freuen kann. „Wir bekommen die Kinder kaum noch in den Gruppen unter“, sagt sie. Schuld daran ist das Bürgerhaus, das schon jetzt voll belegt ist und keine freien Hallenzeiten mehr bietet.

Das Dilemma wird für Beck auch daran sichtbar, dass das Bürgerhaus eigentlich gar keine klassische Turnhalle ist, aber als Sporttempel von Bachwiesenschule und TVH genutzt wird. Um die Engpässe zu beseitigen, hofft der TVH schon länger von öffentlicher Hand auf eine neue Turnhalle, was aber wohl Wunschdenken bleibt. Und das, obwohl die Ansprüche gar nicht so hoch sind: „Uns würde schon eine kleine Einfeldhalle genügen“, so die Vorsitzende.  (mj)

Quelle: op-online.de

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