Im Sommer finden weniger Freiwillige ihren Weg ins Bürgerhaus

Weniger Blutspenden als üblich

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Einer von 88 Spendenwilligen, die zum Blutspendetermin des Deutschen Roten Kreuzes ins Bürgerhaus nach Hergerhausen gekommen waren.

Hergershausen - Weniger Blutspenden als üblich sind beim Termin in Hergershausen zusammen gekommen. Einer der Gründe: die Urlaubszeit. Von Petra Grimm 

Wenn die Temperaturen steigen, geht die Bereitschaft, seinen Lebenssaft zu spenden zurück. Eric Max, Werbereferent des DRK-Blutspendedienstes Baden-Württemberg/Hessen weiß das aus Erfahrung: „Das bemerken wir vor allem bei schwülem Wetter. Da haben die Leute auch Angst, bei der Blutabnahme umzukippen. Das passiert aber fast nie, vor allem nicht den Menschen, die schon öfter gespendet haben.“ Aber auch Urlaube und andere Freizeitaktivitäten sorgen dafür, dass es im Sommer weniger Spender gibt. Beim jüngsten Termin im Hergershäuser Bürgerhaus ist ebenfalls eine leichte Sommerflaute zu spüren. Von 88 erschienenen Spendenwilligen bleiben am Ende 80 Konserven. Damit ist das Team vom Blutspendedienst und der Ortsverein, der mit zehn ehrenamtlichen Helfern im Einsatz ist, zufrieden. Aber in Hergershausen wird sonst auch öfter mal die 100-Spender-Marke geknackt. Die Termine im größten Stadtteil sind meistens gut besucht.

Gemeinsam mit dem Ortsvereinsvorsitzenden Heinrich Klößmann ehrte Max, den Hergershäuser Günter Stübinger für seine 75. Spende. Viele Spender sind Mehrfachtäter. Aber da es mit Vollendung des 73. Lebensjahres Aus ist mit dem Aderlass für die gute Sache, sei es enorm wichtig, auch Nachwuchs zu werben. „Besonders erfreulich war deshalb, dass wir auch sechs Erstspender begrüßen konnten“, berichtet Klößmann. Ein weiteres Problem in den Sommermonaten sind Fernreisen in exotische Länder, aus denen sich die Urlauber die eine oder andere Krankheit mitbringen könnten. Diese Spendenwilligen fallen ein paar Monate aus beziehungsweise werden zurückgestellt, da ihr Blut zunächst gründlich untersucht werden muss, um eine Übertragung von Infektionen auf den Empfänger der Spende zu vermeiden, berichtet Max über das Prozedere: „Da sind wir auf freiwillige Angaben angewiesen. Das wird in unserem Fragebogen abgefragt. Wer beispielsweise in Ländern mit erhöhtem Malaria-Risiko war, hauptsächlich in Asien und Afrika, darf sechs Monate nicht spenden.“

Blut - Saft des Lebens

Der sommerlichen Flaute bei den Blutspenden stehe allerdings ein unverminderter Bedarf gegenüber. Frisches Blut wird benötigt, um bei Unfällen, Operationen und Krankheiten zu helfen, so Max. Was viele nicht wissen: knapp ein Fünftel (19 Prozent) aller gewonnenen Blutspenden wird in der Krebstherapie benötigt.

Quelle: op-online.de

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