Kandidaten der Jungen Union: Miteinander statt Gegeneinander

„Wir sind jung, mutig und engagiert“

Babenhausen - Sieben junge Frauen und Männer zwischen 20 und 29 Jahren stehen auf der Kandidatenliste der CDU zur Stadtverordnetenversammlung. Sie wollen als „Neue“ aktiv Verantwortung tragen.

Dabei sind Anna Elena Resch, Viktoria Schimpf, Christian Mohr, Simon Bangert, Caroline Sparta, Francesca Richter und Dominik Mahr keineswegs Politik-Neulinge: Viele der Kandidaten auf der CDU-Liste sind oder waren bereits seit mehreren Jahren in einem Amt verwickelt, egal ob im Ortsbeirat, im Stadtparlament oder in anderen Gremien. „Offen gesagt, sind wir junge Hüpfer, denen aber das Gemeinwohl der Stadt sehr am Herzen liegt. Wir lieben es, hier zu wohnen“, beschreibt die 20-jährige Anna Elena Resch Hintergrund und Motivation der Truppe. „In den letzten Jahren haben wir viel über die Politik mitbekommen und wissen, wo unser Schuldenstand liegt. Wir sind alle der Meinung, dass es so nicht weitergehen kann. Viel zu Wenige denken an uns. Wir, die nachfolgende Generation, müssen den Schuldenstand der Stadt letztendlich ausbaden und das wollen wir nicht.“

Mutig sind sie dabei allemal: „Wir haben keine Scheu davor, den Mund aufzumachen, und können öffentlich sagen, dass wir es satthaben. Es ist schlimm, eine Stadtverordnetenversammlung zu besuchen, es ist oftmals die reinste Comedy und zumal richtig fies, wie hier und da der ein oder andere runtergemacht wird und furchtbar laut ausgelacht wird. Einfach zum Fremdschämen. Im Stadtparlament steht eher ein Gegeneinander als ein Miteinander auf der Tagesordnung.“ Dies gehe leider von allen Parteien aus, auch der eigenen, schreibt Resch. Denn jeder wolle in diesem Plenum seine Macht ausüben. Die Stadt werde jedoch so nicht vorankommen. „Anscheinend haben viele den Ernst der Lage noch nicht richtig realisieren können. Wir müssen alle gemeinsam an einem Strang ziehen, damit wir aus der Misere herauskommen.“ Die jungen Unionsmitglieder wollen sich dafür einsetzen, dass eine andere Gesprächskultur ins Babenhäuser Stadtparlament einzieht.

Engagiert muss man schon sein für den Job: „Als junge Menschen sehen wir viele Dinge aus einer anderen Sicht. Unsere eigenen Interessen möchten wir mit einbringen und vertreten somit bestimmt viele Meinungen anderer jungen Bürger.“ So soll in den kommenden Jahren ein Grillplatz in Babenhausen geschaffen werden, den die Bürger mieten können. „Das muss nichts Pompöses sein, einfach und praktisch soll er werden – ein Ort, an dem Jugendliche das machen können, was einen schönen Sommerabend ausmacht: Grillen und Chillen“, so Resch.

Bürgermeister und Landräte aus der Region

Ohnehin könne Babenhausen für Jugendliche wesentlich mehr bieten als bisher. Die Kneipenlandschaft sei nicht so vielfältig, dass sie alle Jugendlichen anspreche. „Man kann sich ja über das Thema Gesundheit und Essen streiten, aber hätte Babenhausen ein Fastfood-Restaurant oder etwas Vergleichbares, würde man viele Jugendliche im wahrsten Sinne von der Straße holen. Besser abends im Burger-Laden bei freiem Wifi abhängen, als die öffentlichen Spielplätze unsicher zu machen.“ Einrichtungen wie Hallenbäder oder andere Indoorangebote fehlten gänzlich – „da haben unsere Nachbarn mehr zu bieten, etwa Münster mit seinem Hallenbad und einem Subway gleich daneben.“ Eine Schließung des Babenhäuser Freibades käme aus Sicht der jungen Politiker einem Debakel für die Jugend Babenhausens gleich. „Das kann die Stadt nicht machen!“. Die Bürger dürfen gespannt sein, wie die Wahl ausgeht. (chi) 

Quelle: op-online.de

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