U-Haft nach Wohnungsdurchsuchung

„Fliegenden Handel“ mit Heroin betrieben

Darmstadt - Fahnder der Polizei Darmstadt haben gestern Mittag in einer Wohnung in der Innenstadt drei bereits wegen Rauschgiftdelikten polizeibekannte 37, 49 und 52 Jahre alte Männer festgenommen.

Die Wohnung des 37-Jährigen, der auch als Hauptbeschuldigter gilt, stand seit einigen Monaten im Visier des Rauschgiftkommissariats. Laut Polizei haben die Ermittlungen ergeben, dass aus dieser Wohnung heraus Heroinverkäufe abgewickelt werden. Die Ergebnisse von Staatsanwaltschaft und Polizei führten letztlich auch zum Erlass eines Durchsuchungsbeschlusses. Noch vor dem Beginn der Durchsuchung konnten die Fahnder augenscheinlich ein Rauschgiftgeschäft beobachten. Quasi im "fliegenden Handel" warf der 37-Jährige aus dem Fenster seiner Wohnung einem 49-jährigen mutmaßlichen Zwischenhändler eine abgepackte Portion mehrerer Gramm Heroin zu, die dieser kurz darauf an einen 52-jährigen Abnehmer weitergab. Alle drei wurden festgenommen.

Rauschgiftspürhund kam zum Einsatz

Bei der Wohnungsdurchsuchung, bei der auch ein Rauschgiftspürhund sein Näschen beweisen durfte, konnten noch einmal rund 20 Gramm Heroin, über 1100 Euro, zwei Klappmesser, über 30 Gramm Opiate, die noch näher auf ihren Heroingehalt untersucht werden müssen, sichergestellt werden.

Der 37-Jährige führte zudem bei seiner Festnahme ein Messer mit sich. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt beantragte heute Untersuchungshaft beim Amtsgericht. Der Ermittlungsrichter gab dem Antrag statt, so dass der Beschuldigte inzwischen in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert wurde. Die beiden anderen Beschuldigten werden sich ebenfalls in einem Strafverfahren verantworten müssen.

Kiffen, Koksen und Saufen bei den Stars

(san)

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion