Neue Show „Wow“ in Darmstadt

Dinner-Varieté Da Capo: Akrobatik und Sterneküche

Darmstadt - Spitzenartistik, Comedy und Gaumenfreuden: Das Dinner-Varieté Da Capo lockt wieder ins Tipidrom auf dem Karolinenplatz. „Wow“ heißt die neue Show. Von Christian Riethmüller

Nur Oskar hat etwas zu Maulen. „Staub auf den Kronleuchtern, Staub überall“, will er im eleganten Zeltbau ausgemacht haben. Aber Hunde sehen bekanntlich nicht so gut, vor allem, wenn sie aus Plüsch sind. Denn Oskar ist kein echter Hund, sondern eine Handpuppe des Bauchredners Marcus Geuss, die nicht nur politisch inkorrekt maulen und jaulen, sondern auch singen kann. Unter dem Namen „Marcelini & Oskar“ führen Geuss und Hund durch das bunte Programm der Show „Wow“, die einmal mehr atemberaubende Artistik, fidele Comedians wie den amerikanischen Blödler Jeff Hess, Musik des Pinaisten marcel Kuipers und der Soul-Sängerin Janine Dean sowie die Tanzeinlagen von vier prächtig gewandeten Showgirls vereint - und selbstverständlich alles andere als verstaubt wirkt.

Da Capo-Direktor James Jungeli ist bei der Künstler-Suche diesmal vor allem in Nord- und Südamerika fündig geworden. In Las Vegas sind sonst der Akrobat Maxim Popazov und seine Frau, die Equilibristin Maria Popazova, für viele Monate im Jahr engagiert. Bis 31. Dezember kann man ihre Kunst nun in Darmstadt bewundern, wo Maxim acht Stühle übereinander auf acht Meter Höhe schichtet, um dort oben dann zu turnen. Noch beeindruckender seine Frau Maria, die mit ihrer Kontorsion in einer transparenten Gummikugel, vor allem aber als Schlangenfrau für Begeisterungsstürme sorgt. Als hätte sie keine Knochen im Leib, sondern wäre aus Gummi, windet und verrenkt sie sich, wie es anatomisch eigentlich nicht möglich sein kann.

Ähnlich begeisternd gerät auch der Auftritt der „Mustache Brothers“ aus Brasilien, die in einer Mischung aus Slapstick, Capoeira und Turnen über einen Tisch hüpfen, springen und stürzen, dass man schon vom Zusehen blaue Flecken befürchtet.

Turbulent geht es auch bei einem weiteren Südamerikaner zu. Der argentinische Tempojongleur Paul Ponce ist nicht nur mit den Keulen flink, sondern hat auch fußballerische Qualitäten - jedenfalls kann er verdammt gut den Ball hochhalten - und ist galant obendrein. So oft hat gewiss noch niemand in Darmstadt vor dem Publikum den Hut gezogen wie Ponce in einer rasanten Hutnummer, die ihn kreuz und quer durch die Gänge zwischen den Tischen im Zelt führt.

An diesen Tischen wird vor der Show auf Wunsch ein Drei-Gänge-Menü (39 Euro) serviert, für das der Frankfurter Sternekoch André Großfeld /“Villa Merton“) und sein Team sorgen.

 Tickets und Informationen zu Menüs, Getränkepauschalen, Specials etc. unter Rufnummer 06151/6604880 und www.dacapo-variete.de

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