Mann sticht mit Messer auf Frau ein

Diskussion um Todesumstände verlängert Mordprozess

Darmstadt - Wegen einer Diskussion um die Todesumstände des Opfers zieht sich ein Mordprozess am Landgericht Darmstadt in die Länge.

Der Angeklagte 35 Jahre alte Mann soll mit wuchtigen Messerstichen auf seine Frau eingestochen haben. Sie starb später im Krankenhaus. Bei der heutigen Befragung eines behandelnden Arztes und eines medizinischen Sachverständigen wollten die Verteidiger ganz genau wissen, ob es Anzeichen für mögliche Fehler in der Behandlung gegeben habe. Der Sachverständige sah dazu jedoch keine Anzeichen. "Das hier ist vorbildlich", sagte er mehrfach zum Verlauf der Behandlung der Frau und deren ärztlicher Dokumentation. Der Angriff ereignete sich im August 2015 in der Wohnung des Paares in Modautal.

Die Frau soll ihrem Mann gesagt haben, mit einem früheren Bekannten fremdgegangen zu sein. Nach der Attacke soll sie sich verletzt auf die Terrasse geflüchtet haben. Dort habe der Mann weiter auf sie eingestochen. Im Glauben, die Frau sei tot, soll der Angeklagte die Wohnung verlassen haben. Das Opfer schleppte sich noch blutüberströmt auf die Straße. Die Frau starb 13 Tage später im Krankenhaus. Der Prozess hatte sich bereits mehrfach verlängert. Wann mit Plädoyers und Urteil zu rechnen ist, war zunächst unklar. (dpa)

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Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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