Gequälte Katzen, Hunde vor dem Hitzekollaps und eingesperrte Rinder

Fast 190 Bußgelder wegen Tierschutzverstößen

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Darmstadt - Auch 2015 wurden viele Tiere in Südhessen in unzumutbaren Verhältnissen gehalten. Die Zahl der Bußgeldverfahren bleibt auf hohem Niveau.

Gequälte Katzen, Hunde vor dem Hitzekollaps und viel zu eng eingesperrte Rinder: Im vergangenen Jahr sind in Südhessen fast 190 Bußgelder wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz verhängt worden. 25 besonders schwere Fälle seien an die Staatsanwaltschaft übergeben worden, teilte das Regierungspräsidium (RP) in Darmstadt am Donnerstag mit. Damit liege die Zahl weiter auf hohem Niveau. 2014 waren 162 Bußgeldverfahren gezählt worden, im Jahr zuvor 199.

Die Amtstierärzte und Tiergesundheitsaufseher hätten teilweise untragbare Zustände vorgefunden, berichtete das RP. Mehrere Tierhaltungen in der Landwirtschaft seien aufgelöst worden. In der Heimtierhaltung wurden mehrere Tiere ihren Besitzern weggenommen, weil diese sie misshandelt oder unter unzumutbaren Bedingungen gehalten hatten. So lebten etwa 40 Katzen zusammen mit ihren Besitzern in einer 50 Quadratmeter großen Wohnung. Andere Katzen wurden von ihren Besitzern in Wohnungen zurückgelassen. Bis zu ihrer Rettung waren sie tagelang ohne Wasser und Futter eingesperrt. Zudem ließen Hundebesitzer ihre Tiere im Sommer in überhitzten Autos zurück. Auch bei den Tiertransporten wurden die Kontrolleure fündig. So wurden mehrgeschossige Rindertransporter entdeckt, in denen die Zwischendecken so tief abgesenkt waren, dass die Tiere mit dem Rücken daran stießen. Zudem wurde eine Haltung von Zirkuselefanten beanstandet - sie lebten in einem viel zu engen Transporter.

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dpa

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