Mit ganz viel Liebe zum Detail

Garten der Göttmanns ist einer der zehn schönsten in Hessen

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Marlies und Werner Göttmann haben sich in ihrem Garten viele Ruheplätze geschaffen. Auf einem werden sie von Filmemacherin Kristina Vetterke abgelichtet.

Lengfeld - Marlies Göttmann ist zu recht stolz auf ihren Garten, er ist ein Kleinod in Lengfeld. Zwar kann ihr grünes Paradies nicht mit Größe oder weitläufiger Landschaft punkten, aber die Lengfelderin hat dafür den Blick für das Detail. Ihr Garten ist einer der zehn schönsten in Hessen.

Marlies ist zusammen mit ihrem Mann Werner der Ansicht, dass ihr Garten schon ein ganz besonderer ist, ein besonders schöner um genau zu sein. Mit dieser Meinung ist sie nicht allein, sie hat es bei der Fernsehsendung „Hallo Hessen“ in die Liste der „10 schönsten Gärten“ Hessens geschafft. Deshalb ist das Ehepaar heute auch nicht alleine in seinem Garten, Kristina Vetterke bannt den Lengfelder Garten mit der Filmkamera nicht auf Zelluloid, sondern den Datenchip. Marlies Göttmann liebt Rosen, das erschließt sich dem Besucher auf den ersten Blick. In ihrem Vorgarten wetteifern die edlen Blumen darum, welche zuerst und am längsten die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Da hat der Rosenbogen mit seinen dunkelroten Blüten gute Chancen. Tritt man näher, macht ihm allerdings die Kletterrose Abrahams Darby den Sieg streitig. Diese engliche Rose mit den großen gefüllten, apricot-farbenen Blüten betört auch noch durch ihren Duft.

Rosen stehen allerdings nicht nur im Vorgarten, auch hinter dem Haus gibt es einige Exemplare. Ein Renner ist auch die weiße Kletterrose. Sie hat eine Fichte fast erobert, bis nahezu in die Spitze in zehn Metern Höhe ist die weiße Ramblerrose schon geklettert. Marlies Göttmann hatte sich mit einigen Fotos beworben und schaffte es nun in die Vorauswahl. Den schönsten Garten Hessens bestimmen die Zuschauer der Sendung dann per Online-Voting.

Die Gärtnerin ist allerdings zu Recht stolz darauf, dass sie es unter die ersten Zehn geschafft hat. Ihr Garten ist nicht nur durch die vielgestaltige Rosenpracht besonders, mit viel Liebe zum Detail hat Göttmann auch viele kleine Inseln im Garten geschaffen. Da steht ein Pavillon mit einer Sitzecke, leuchtend blaue Kissen ziehen das Auge auf sich, auf dem Tisch stehen Leuchter aus Bauernsilber, ein Tonengel und eine blaue Hortensie vervollständigen das Ensemble. Ein Gemüsehobel hängt im Baum und darunter ist ein Fleischwolf mit einem Dachhauswurz bepflanzt.

„Ich gehe gerne auf Flohmärkte“, sagt die Gärtnerin aus Leidenschaft. Ihre Fundstücke wandern dann oft in ihren Garten. „Das ist nicht jedermanns Geschmack“, schränkt sie ein, „aber eben meiner.“ Ehemann Werner kommt eher bei den groben Arbeiten zum Einsatz.

Seine Frau liest auch sehr gerne Fachzeitschriften über Gärten und Gartengestaltung. Sieht sie etwas, was ihr gefällt, dann ruht sie in der Regel nicht, bis die die Anregung, oft noch modifiziert durch eigene Ideen auch umgesetzt hat. Die Liebe für den Garten wuchs langsam, am Anfang hatte das Haus, dass sie auf dem Hang-Grundstück gebaut haben, Priorität. Die Verschönerung des Gartens kam langsam dazu, seit 25 Jahren arbeiten die beiden nun daran. Werner Göttmann hat als Rentner auch Zeit zur Verfügung, Marlies Göttmann ist zwar auch in Rente, arbeitet aber noch stundenweise im Verkauf.

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Das lässt ihr aber auch genug Zeit für ihren Garten. Obst und Gemüse hat sie nicht, lediglich die Pflanzen einer Kräuterspirale dienen dem Gebrauch in der Küche. Aber auch hier zeigt sich Göttmanns Liebe zu den schönen Dingen des Lebens, mit feiner Schrift hat sie auf Tontäfelchen die Namen des jeweiligen Krauts eher gemalt als geschrieben. So findet sich auch an zentraler Stelle ein Täfelchen mit der Aufschrift „Wer einen Garten hat, lebt schon im Paradies.“

Zu sehen ist dieses Gartenporträt in der Sendung „Hallo Hessen“, die werktags ab 16.05 Uhr vom Hessischen Fernsehen ausgestrahlt. Vom 11. bis 31. Juli werden hier die Gärten vorgestellt, die es in die Auswahl der zehn schönsten geschafft haben. Die Zuschauer stimmen dann online ab. Marlies Göttmann hofft nun auf viele Klicks zugunsten ihres Gartens. (bea)

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