Unglaubliche Masche über Jahre

Rentner-Ehepaar zahlt Betrügern mehr als 50.000 Euro

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Darmstadt-Dieburg - Mehr als 50.000 Euro überweist ein Ehepaar an Telefonbetrüger. Die Rentner nehmen dafür sogar einen Kredit auf. Stutzig wird nach zweieinhalb Jahren erst ein Bankmitarbeiter.

Fast unglaublich klingt die Geschichte eines Rentner-Ehepaars im Landkreis Darmstadt-Dieburg: Dreiste Telefonbetrüger haben es laut Angaben der Polizei geschafft, das Ehepaar zu Überweisungen von über 50.000 Euro zu veranlassen. Über einen Zeitraum von etwa zweieinhalb Jahren riefen die Betrüger immer wieder bei den Senioren an. Unter den verschiedensten Vorwänden bewegten sie das Ehepaar zu den Überweisungen. Die Rentner waren dabei immer im Glauben, ihr Geld wieder zurück zu bekommen. Im Laufe der Zeit ging allerdings nicht nur ihr Erspartes zu Ende, sie mussten sogar einen Kredit aufnehmen. Erst als das Ehepaar sich gestern erneut Geld bei der Bank leihen wollten, vertrauten sie sich einem Mitarbeiter an - der Schwindel flog auf.

Die Geschichte nahm ihren Anfang im Jahr 2013: Damals erhielt die mittlerweile 78-jährige Frau einen Anruf, bei dem ihr die Teilnahme an Gewinnspielen angeboten wurde. Im Laufe des Gesprächs nannte die Rentnerin personenbezogene Daten, ihre Telefonnummer und ihre Bankverbindung. In diesem Zusammenhang erhielt das Paar auch eine Zahlungsaufforderung, der sie allerdings nicht nachkamen. Sofort wurde auch schriftlich Widerspruch eingelegt. Eigentlich war die Sache für das Ehepaar erledigt. Doch etwa ein halbes Jahr später kam ein Anruf, in dem der Frau mitgeteilt wurde, dass die Gewinnspielgesellschaft ihre Daten weitergegeben habe und sie somit automatisch an weiteren Gewinnspielen teilgenommen habe. Hierdurch seien entsprechende Kosten entstanden. Sollte das Ehepaar nicht binnen 14 Tagen bezahlen, würden sich Polizei und Gericht mit der Sache befassen. Eingeschüchtert veranlasste das Ehepaar die erste Überweisung ins Ausland. Über die folgenden zwei Jahre häuften sich diese Anrufe und die Geschädigten wurden mit hohen Geldforderungen konfrontiert. Rund 15 Überweisungen von über 1000 Euro haben die Täter so erhalten.

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Doch damit nicht genug: Dem Erfindungsreichtum der Betrüger war noch kein Ende gesetzt. Ende 2014 rief plötzlich ein angeblicher Polizist aus Berlin an und sicherte Hilfe zu. Auch angebliche Staatsanwälte und Richter meldeten sich bei dem Ehepaar. Doch die angebotene Hilfe hatte einen Haken: Für die Ermittlungen im Ausland sollten die Rentner bezahlen. Nur so können sie ihr Geld zurückerhalten. Gutgläubig folgten erneute Zahlungen. Letztlich meldete sich Anfang 2015 ein angeblicher Beamte des Bundeskriminalamtes am Telefon und teilte dem Ehepaar mit, dass es auf Betrüger reingefallen sei. Diese seien nun überführt und in der Türkei im Gefängnis. Auch dieses Mal war ein Schwindler am Telefon, der einen Vorschuss für seine Bemühungen in der Türkei forderte. Die Rentner zahlten weitere 15.000 Euro.

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dani

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