„Außergewöhnlich schwerer Fall“

Serienvergewaltiger zu 13 Jahren Haft verurteilt

Darmstadt - Ein Serienvergewaltiger aus dem Odenwald muss für 13 Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht in Darmstadt verurteilte den 26-Jährigen heute wegen drei vollendeten und vier versuchten Vergewaltigungen.

In der Urteilsbegründung sprach der Vorsitzende Richter von einem "außergewöhnlich schweren Fall". Der Angeklagte hatte im vergangenen Herbst Frauen in der Nähe seines Wohnorts aufgelauert. Er zwang sie unter anderem zum Oralverkehr und bedrohte eines der Opfer mit vorgehaltenem Messer. Einige der Frauen entkamen ihrem Peiniger, zwei von ihnen sprühten ihm Pfefferspray ins Gesicht.

Der 26-Jährige hatte im Prozess nur die vollendeten Taten eingeräumt, sie waren ihm mit einem DNA-Test nachgewiesen worden. Das Gericht ordnete ihm aber auch die versuchten Vergewaltigungen zu. "In einem so kleinen Ort gibt es keine zwei Täter, die parallel das Gleiche machen", erklärte der Vorsitzende Richter. Der Mann sei bei seinen Taten geplant vorgegangen. Ein Opfer, das er kannte, hatte er regelrecht ausspioniert. Die Staatsanwaltschaft hatte 13 Jahre Haft gefordert. Die Verteidigung hatte sich nicht auf ein Strafmaß festgelegt, für die Versuche jedoch Freispruch gefordert.

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dpa

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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