Mysteriöser Geldschnipsel-Fall

Geldscheine im Wert von 89.160 Euro zerrissen

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Zerschnittene und zerrissene Geldscheine.

Darmstadt/Frankfurt - Fast ein Jahr nach dem Auftauchen Tausender Geldschnipsel in Darmstadt herrscht Klarheit über die Summe. Mindestens 518 Banknoten im Wert von 89.160 Euro wurden gefunden, wie die Deutsche Bundesbank heute in Frankfurt mitteilte.

Zuvor hatte das Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK in Berlin untersucht, ob die 8335 Schnipsel der echten Geldscheine einander zuzuordnen sind. In Darmstadt waren - erstmals im vergangenen August und dann immer wieder - an mehr als 20 Stellen Schnipsel echter Euro-Scheine entdeckt worden. Woher das Geld stammt und warum es zerstört wurde, ist nach wie vor unklar. Gefunden wurden den Angaben zufolge 355 50-Euro-Scheine, 138 Banknoten waren 500er, 24 Scheine 100er, außerdem war ein 10er dabei. Lediglich 50 Noten mit einem Wert von 50 Euro konnten soweit rekonstruiert werden, dass sie theoretisch erstattet werden könnten.

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Es sei nicht ungewöhnlich, dass Geldscheine zerrissen würden, zum Beispiel durch spielende Kinder, sagte der Leiter des Bundesbank-Analysezentrums in Mainz, Rainer Elm. Die Größenordnung des Darmstädter Falles sei aber ungewöhnlich. Im vergangenen Jahr gingen bei der Bundesbank beschädigte Scheine im Wert von 44 Millionen Euro ein. 90 Prozent konnten erstattet werden. Häufige Ursache für die Beschädigung sind Brände oder Überschwemmungen. (dpa)

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