Prozessbeginn am Landgericht

Schwager erschossen: Angeklagter bestreitet Tötungsabsicht

Darmstadt - Im Prozess um tödliche Schüsse auf seinen Schwager hat ein 42-Jähriger jegliche Tötungsabsicht bestritten. Das Opfer, so der Angeklagte, sei aus Eifersucht durchgedreht.

„Ich wollte ihn nicht umbringen, ich wollte nur meine Schwester schützen“, sagte der Angeklagte am Montag zu Prozessbeginn vor dem Landgericht Darmstadt. Der 42-Jährige aus Lampertheim (Kreis Bergstraße) begründete die Tat mit wochenlangem Terror durch den Getöteten. Im November 2014 hatte er den 36-jährigen Ehemann seiner Schwester erschossen, laut Staatsanwaltschaft soll er unmittelbar zuvor versucht haben, ihn mit dem Auto zu überfahren. Weil er seine von ihm getrennt lebende Ehefrau des Fremdgehens verdächtigte, habe der Schwager die ganze Familie immer wieder mit dem Tode bedroht, sei mit einem Messer und Steinen vor dem Haus erschienen. „Wir waren uns nicht fremd, sind in der Türkei zusammen aufgewachsen“, schilderte der Angeklagte unter Tränen sein Verhältnis zu dem Opfer, das aus Eifersucht „durchgedreht“ sei. (dpa)

Bilder zum Tugce-Prozess in Darmstadt

Rubriklistenbild: © dpa

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