Aktionen rund ums Schaf im Museum

Kein Wetter für Wollpullover

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Atilla (11) und Elisa (9) kriegen sich trotz der anstrengenden Faden- und Filzproduktion nicht in die Wolle. Museumsmitarbeiterin Hannelore Stuckert ist gestern beim Denkmalstag vorm Museum mit Kindern den langen Weg bis zum Pullover gegangen.

Dieburg - Bei Temperaturen um die 30 Grad Wolle waschen, spinnen und weben – den fertigen Pullover brauchten die Besucher des Denkmalstags gestern jedenfalls nicht. Trotz des Hochsommerwetters waren die Veranstaltungen rund ums Museum gut besucht. Von Lisa Hager 

Zweimal muss die rohe Schafswolle, die mit Strohresen gespickt ist und nach Misthaufen riecht, gewaschen werden. Auf Ständern trocknet sie im Museumshof, bevor Elisa sie unter ihre Bürste nimmt. „Zum Kämmen braucht man viel Geduld“, sagt Museumsmitarbeiterin Hannelore Stuckert, die die Woll-Aktion leitet. Atilla (11) ist zum Filzen mit Seife übergegangen. „Das geht schneller“, sagt er mit Blick auf Elisa (9), die geduldig versucht, einen Faden zu spinnen. Er möchte einen Sack herstellen, Elisa schwebt etwas Eleganteres aus Flechtoptik vor.

Während draußen Wolliges entsteht, zeichnet Hans Peter Murmann in den Ausstellungsräumen auf Zeit. Er demonstriert, wie Schnellzeichnen geht und erfüllt dabei individuelle Wünsche der Besucher. Evelyn (9) hat sich zwei planschende Schafsfreundinnen gewünscht – mit Schleifchen in der Wolle.

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