246 Abiturienten nehmen ihre Zeugnisse entgegen

Alfred-Delp-Schule: Auf ins nächste Abenteuer

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Ein Chor aus zwei Musikgrundkursen begleitete die Feierlichkeiten mit Songs von Green Day und Die Toten Hosen.

Dieburg - Ewigkeit wünschen, weitergehen. Am Ufer die Paddel nicht vergessen und raus aufs offene Meer. 246 Abiturienten der Alfred-Delp-Schule haben seit gestern ihr Abschlusszeugnis in der Hand und warten sehnsüchtig auf die nächsten Herausforderungen. Von Eva-Maria Lill 

Ein paar Klischees stimmen eben doch: Beim Französisch-LK tummeln sich Glitzerkleid-Fashionistas eng an eng, beim Physik-Kurs stürmt ein Nachzügler mit Heavy-Metal-Shirt und kurzer Hose von hinten auf die Bühne. Eine bunt gemischte Truppe von 246 Abiturienten bekam gestern den Lohn für drei Jahre harte Arbeit. Die Schüler der Alfred-Delp-Schule feierten gemeinsam in einer proppenvollen Gutenberghalle das Ende und den Beginn eines Lebensabschnitts. „Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück“, zitierte Schulleiterin Ursula Krell den englischen Musiker Benjamin Britten und wünschte „viel Kraft, um das Paddel immer in der Hand zu halten.“ Außerdem appellierte sie, die eigene Stimme in der Gesellschaft zu erheben: „Wir sind mit Unicef und anderen Projekten auf einem guten Weg.“

Grüße gab es von den Verbundsschulen (Goetheschule, Schule auf der Aue, Albert-Schweitzer-Schule) und vom Ersten Stadtrat Wolfgang Schupp. Er erinnerte an die lateinische Bedeutung des Wortes „Abitur“: „Abiturire heißt ,fortgehen’ und genau das tun Sie jetzt. Wohin, wissen Sie vielleicht noch nicht. In jedem Fall aber raus in eine neue Welt.“ 17 Klassen, 246 bestandene Prüfungen, dreimal die Note 1,1: Der jüngste Jahrgang des Oberstufengymnasiums kann sich sehen lassen. Einige Schüler durften sich über zusätzliche Ehrungen freuen. Saskia Schledt und Jacqueline Krause wurden für ihr soziales Engagement vom Förderverein hervorgehoben. Besondere Leistungen in Französisch zeigten Acelya Kar und Helene Stenglein, in Mathematik Fabian Kroll, in Informatik Michael Kreuz und in Geschichte Semih Kalyon und Philipp Knauf. Lena Saurenhaus bekam nicht nur Lob für ihr Physik-Verständnis, sondern auch einen Preis für die beste Durchschnittsnote in den MINT-Fächern (Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik).

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Für Zwischenstopps im Zeugnis-Marathon sorgten außerdem zwei klangvolle Leckerbissen. Musikgrundkurse sangen „Boulevard of Broken Dreams“ von Green Day und die Dauerklatsch-Hymne „Tage wie diese“ von den Toten Hosen. Die Orchestergruppe Camerate Instrumentale unter Leitung von Musiklehrer Dr. Thomas Lippert zauberten „Into the West“ von Annie Lennox auf die Bühne. Besonders zum Mitwippen verführte ihre Interpretation von „Raider’s March“ aus Indiana Jones. Eben genau die richtige Stimmung für wagemutige Abiturienten: Hut auf, Harrison-Ford-Grinsen an und raus ins nächste Abenteuer.

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