„16. Traffic Jam“ mit 25 Metal-, Punk- und Alternative-Bands

Alles neu beim „Stau“-Festival

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Einen neuen Platz für Bühne und Campingplatz werden in diesem Jahr die „Traffic Jam“-Besucher auf dem Verkehrsübungsplatz der Fahrschule Völker vorfinden. 

Dieburg - Wenn am Freitag und Samstag (17. /18. Juli) der Dieburger Verein „Schallkultur“ zum 16. Mal das Metal-, Punk- und Alternative-Festival „Traffic Jam“ („Verkehrsstau“) auf dem Verkehrsübungsplatz der Fahrschule Völker im Gewerbegebiet veranstaltet, wird sich so mancher Stammgast verwundert die Augen reiben. Von Jens Dörr 

Alles ist neu auf dem Gelände, das das Team um den „Schallkultur“-Vorsitzenden Julian Dörr umstrukturiert hat.  Das offenbart der Plan zum Festivalareal, den Christian Götzinger, Pressesprecher des „Traffic Jam“, erläutert. Bislang kannten Besucher die Gegebenheiten bislang so, dass sie über den Eingang am Ende der Straße „Am Bauhof“ direkt auf das Festivalgelände mit Bühne und Party-Area gelangten. Wer auf den Campingplatz I wollte, musste über das Gelände laufen, wo Fahrschüler und Schulklassen auf Fahrrädern üben können. Die Neuaufteilung sieht in diesem Jahr vor, dass nach dem Eingang und dem Überqueren eines kurzen Wegs rechterhand zunächst das Campingareal liegt. Für dieses Gebiet soll es eine separate Kasse geben. Weiter nördlich auf dem Gelände der Familie Völker - die unter anderem über Ex-„Schallkultur“-Chef Martin Völker einen Bezug zu den Festivalmachern hat - ist nun die Bühne zu finden.

Ganz abgeschafft wurde im Zuge der Neustrukturierungen der Campingplatz II. Dieser wurde vom Gastgeber nach einer heftigen „Badesaison“ infolge eines schweren Unwetters auf Campingplatz I eingerichtet. Jedoch war er nie ausverkauft und weniger beliebt als Platz I, der direkt neben dem Gelände lag. Trotzdem wären wohl bei den meisten anderen Festivals die Wege zwischen Zelt und Bühne auch deutlich länger, als es zwischen Platz II und „Traffic Jam“-Stage der Fall gewesen war. „Wir haben uns bemüht, den Campingplatz I etwas größer zu machen“, sagt Götzinger. Er hebt hervor, dass nun keiner mehr einen größeren Weg zwischen Zelt und Bühne laufen müsse. Rund die Hälfte der 2500 bis 3000 Festival-Besucher pro Tag schlafen vor Ort. Der Campingplatz ist seit Anfang Juli ausgebucht. Festivaltickets, ob für einen Tag oder beide, gibt es noch im Vorverkauf. Dieser wird vor allem über die Website der Organisatoren abgewickelt (www.trafficjam.de).

Traffic Jam in Dieburg (2014)

Traffic Jam in Dieburg

Das neue Gelände biete zudem das Extra, dass man als Veranstalter nun „logistische Vorteile“ habe. Die Bands müssen etwa nicht mehr durch das Publikum zum Backstage-Bereich gebracht werden. „Auch die Materialanlieferung ist einfacher“, so Götzinger. Die Veränderungen habe man „schon länger im Hinterkopf“ gehabt. Gleich hingegen bleibt, dass „Schallkultur“ auf dem Gelände die Getränke verkauft und auch für die Backstage-Verköstigung sorgt. Den Sanitätsdienst übernimmt einmal mehr die Johanniter-Unfall-Hilfe. Mit 35 Euro fürs ganze Wochenende (ohne Zelten) oder 20 Euro für einen Tag bleibt „Schallkultur“ aufs Neue seiner nichtkommerziellen Ausrichtung treu. 25 Bands werden für den geringen Eintritt geboten. Darunter sind die Hauptgruppen Emil Bulls, Callejon und Soulfly, die für den Verein federführend Thomas Hammermann gebucht hat. Aus der Region stammen zum Beispiel die Hardcore-Rocker 47 Million Dollars aus Darmstadt und The Green River Burial aus Frankfurt, die sich dem gleichen Genre verschrieben haben.

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