Polizei: Identität sehr wahrscheinlich

Bewohnerin findet Tod in den Flammen

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Dieburg - Einen schrecklichen Fund machte die Dieburger Feuerwehr, als sie am frühen Dienstagmorgen zur Menschenrettung in das lichterloh brennende Haus in der Römerstraße eindrang. Im Eingangsbereich lag eine von den Flammen bereits unkenntlich gemachte Leiche. Von Lisa Hager

Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidium Südhessen erklärten gestern, dass erst eine DNA-Analyse genau klären könne, ob es sich bei der Leiche um die einzige Bewohnerin des Hauses handele. Anwohner lösten gegen 5.50 am Dienstagmorgen Alarm bei der Feuerwehr aus. Als die Rettungskräfte kurz darauf eintrafen, drang bereits massiver Rauch und Feuerschein aus dem Gebäude. Einsatzleiter Sven Weyrauch erhöhte um 6.02 Uhr die Alarmstufe und forderte die Feuerwehr Münster zur Unterstützung an. Die sofort eingeleiteten Löschmaßnahmen zeigten schnelle Wirkung. „Die Eingangstür war bereits am Durchbrennen“, berichtet Weyrauch. Als die Feuerwehrleute in das Haus eindrangen, stießen sie auf eine leblose Person, die im Gang lag. Sie wurde von Rettungssanitätern abtransportiert. Der Notarzt stellte fest, dass sie schon tot war.

Bei der Obduktion, die gestern an der Leiche durchgeführt wurde, wurde festgestellt, dass eine Rauchgasvergiftung für den Tod des Opfers verantwortlich ist. „Hinweise auf Gewalteinwirkung wurden hierbei nicht festgestellt. Vermutlich handelt es sich bei dem Brandopfer um die 88-jährige Hausbewohnerin“, heißt es in der gemeinsamen Presserklärung von Staatsanwaltschaft und Polizepräsidium Südhessen. Zweifelsfrei geklärt werden könne die Identität der Person aber erst durch eine von der Staatsanwaltschaft angeordnete DNA-Untersuchung. Diese werde aber noch geraume Zeit in Anspruch nehmen.

Bilder: Feuerwehr findet Leiche bei Hausbrand in Dieburg

Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr am Morgen des Brandes waren zu keiner Zeit umliegende Gebäude oder Nachbarn in der eng bebauten Gasse gefährdet. Im Laufe der Löscharbeiten kam es zu einer Durchzündung im Dachbereich. Die Flammen, die noch Stunden nach der Alarmierung durch den Dachstuhl loderten, wurden per Drehleiter bekämpft. Um an die letzten Glutnester zu gelangen, mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Teile des Daches und der Fassade abtragen. Das technische Hilfswerk wurde mit schwerem Gerät angefordert. Auch ein Bau-Fachberater des THW war an der Einsatzstelle, um die akute Einsturzgefahr bewerten zu können. Insgesamt waren rund 80 Einsatzkräfte vor Ort.

Das Wohnhaus ist komplett zerstört. Auch der Rest muss abgerissen werden. „AufGrund des sehr hohen Zerstörungsgrads im Gebäude sowie des nahezu vollständigen Abbruchs des Hauses aus feuerwehreinsatztaktischen Gründen und wegen akuter Einsturzgefahr, dürfte die genaue Brandursache nur noch schwer zu ermitteln sein“, heißt es in der Stellungnahme von Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidium.

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