Blumen- und Pflanzenbörse des Heimatvereins

Graupel auf dem Kaktus

+
Wetterfest mussten Anbieter und Einkäufer am Samstag bei der Blumen- und Pflanzenbörse des Heimatvereins in Dieburg sein. Ohne Regenschirm ging gar nichts.

Dieburg - Ohne Wasser vertrocknet jedes Pflänzchen. Trotz dieser biologischen Gesetzgemäßigkeit um florales Leben hätten die Teilnehmer der 15. Pflanzenbörse auf das nasskalte Wetter am Samstagmorgen gerne verzichtet. Von Ursula Friedrich 

Im historischen Herzen Dieburgs bot sich rund um das Rathaus ein tropfnasses Bild. Zwischen den Ständen mit Nutz- und Zierpflanzen, prächtig blühenden Frühlingsblumen, Kräutertöpfchen, liebevoll komponierten Gestecken und Dekorativem für den Garten flanierten nur wenige wetterfeste Besucher – die aber mit der vollen Absicht, hier auf grüne Schnäppchensuche zu gehen. Der Pflanzenmarkt des Heimatvereins ist primär eine Börse für Hobbygärtner, die Selbstgezogenes aus dem heimischen Gewächshaus, Ableger und kleine Setzlinge zum kleinen Preis feil bieten.

Erstmals wurde das Angebot aufgestockt, Metall- und Gartenasseccoires bereicherten das floristische Angebot. „Wir sind zum ersten Mal dabei“, so zwei Rentnerinnen, deren wasserfeste Bekleidung jedem Hochseeangler Konkurrenz machte. „Gestern gab es bei uns erstmals Spargel und wir haben die Teller brav leer gegessen!“, so die Damen. Dieses Argument war dem Wettergott Schall und Rauch. Angesichts des Dauerregens waren von 23 angemeldeten Teilnehmern nicht alle erschienen. Rosl Schmidt, die ihr Sortiment wohlweislich unterm Zelt aufgebaut hatte, war dennoch zufrieden: Die wasserresistenten Besucher waren gekommen, um zu kaufen. Auch für Leib und Seele war gesorgt. Wie immer gab es am Stand des Heimatvereins deftige Bratwurst und süffige Maibowle. Nachtwächter Joachim Steinmetz legte am Grill eine Tagesschicht ein, um Hungrige zu verköstigen, während vis a´vis der Nabu Insektenhotels und Vogelnistkästen feil boten.

Sie blühen und blühen - diese Sommerblumen muss man haben

„Die Pflanzenbörse ist für uns eine wichtige Einnahmequelle, um die 13 Blumenampeln auf dem Marktplatz zu bepflanzen“, so Maria Bauer, Vorsitzende des Heimatvereins. „Ich fürchte, diesmal reichen die Einnahmen nicht.“ Schade, denn das Spektrum von exotischen Gewächsen, Zimmer- und Gartenpflanzen, feinen Küchenkräutern und Frühlingsblühern war groß. Während Fans der Pflanzenbörse rasch das Trockene aufsuchten, reckten Pimpinelle, Bergflockenblume und tränende Herzen sich gen Himmel, um das lebensspendende Nass aufzusaugen.

Kommentare