Besondere Aufsichtspflicht gilt bis Mitte Juli

Brutzeit: Hunde an die Leine

Sie macht es richtig: Bei Spaziergängen in der freien Natur müssen in der Setz- und Brutzeit Hunde an die Leine genommen werden.

Dieburg - Mit dem Frühling kommt die Brutzeit: Die Stadt Dieburg appelliert deshalb aus aktuellem Anlass an alle Hundebesitzer, ihre Tiere anzuleinen. „Zum Schutz der Tiere und zum Vorbild für andere“, heißt es aus dem Ordnungsamt der Stadt.

Der Begriff Brutzeit nimmt Bezug auf das Brüten: Vögel halten die gelegten Eier warm, bis die Jungen schlüpfen. Die Setzzeit bezeichnet in der Jägersprache die Zeit, in der Haarwild Junge bekommt. „Leider kann man häufig beobachten, dass Hundebesitzer auch während der Brutzeit ihre Tiere frei laufen lassen“, haben die Ordnungsamtsmitarbeiter festgestellt. Spaziergänger abseits der befestigten Wege und freilaufende Hunde stören sowohl die Vögel beim Brüten als auch die Jungenaufzucht von Feldhase und Co. „Werden die Vögel beim Brüten in Unruhe versetzt, kann es passieren, dass sie das Nest verlassen, die Eier auskühlen und der Nachwuchs abstirbt“, so das Ordnungsamt.

Im Bundesjagdgesetz heißt es dazu eindeutig: „In den Setz- und Brutzeiten dürfen bis zum Selbständigwerden der Jungtiere die für die Aufzucht notwendigen Elterntiere, auch die von Wild ohne Schonzeit, nicht bejagt werden.“

Deshalb gilt für Hundebesitzer in dieser Zeit eine besondere Aufsichtspflicht für ihre Vierbeiner auf und an allen Grünflächen. Wiesen, Felder und Wälder inner- und außerorts. Das bedeutet, dass der gesamte Feld-, Flur- und Waldbereich – insbesondere auch an Bach- und Flussläufen sowie Seeufern – betroffen ist. Die entsprechenden Regelungen gelten in Hessen in der Zeit vom 1. April bis zum 15. Juli.

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eha

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