Auf Anwohner kommt keine Kostenbeteiligung zu

Burgweg: Holperstrecke soll saniert werden

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Eine Holperstrecke ist die Fahrbahn des Dieburger Burgwegs. Er steht auf der Prioritätenliste für einen Ausbau. Die Anlieger wurden von der Stadt erstmals darüber informiert, konnten ihre Wünsche und auch Bedenken äußern.

Dieburg - Eine Holperstrecke wie vormals die Aschaffenburger Straße ist der Burgweg, der von 137 Häusern gesäumt wird. In den nächsten Jahren steht die Sanierung an. Die Stadt hat die Anwohner jetzt bei einer internen Veranstaltung über die Maßnahmen informiert.

Die wichtigste Frage, ob die Anlieger an den Kosten beteiligt werden sollen, wurde klar mit „Nein“ beantwortet. Der Burgweg, der sich als Nord-Süd-Achse zwischen der Darmstädter Straße und der Alten Mainzer Landstraße auf einer Strecke von mehr als als einem halben Kilometer erstreckt, wird in den nächsten Jahren grundhaft erneuert. Die Anwohner wurden bei einer internen Veranstaltung darüber informiert und konnten ihre Wünsche äußern. Natürlich brachten die Bürger auch ihre Befürchtungen zur Sprache. Und da drehte es sich vor allem um die Frage, ob sie zur Kostenbeteiligung herangezogen werden. Denn der Ausbau wird teuer. Die Kosten werden deutlich über einer Millionen Euro liegen. Genaue Zahlen kann Bürgermeister Dr. Werner Thomas noch nicht nennen, denn es gibt noch keine Detailpläne.

Sicher ist nur, dass die Straße, die als eine der ersten in den Nachkriegsjahren westlich des Glaubersgrabens angelegt und bebaut wurde und damit den Startschuss für die schrittweise Bebauung der westlichen Gemarkung mit inzwischen großen Wohngebieten einleitete, in einem miserablem Zustand ist. Die Fahrbahn ist holprig und rissig, gleicht einem Flickenteppich. Der Ausbau steht nach Auskunft von Bürgermeister Thomas längst auf der Prioritätenliste der Stadt.

Bei der Informationsveranstaltung konnte der Bürgermeister die Anlieger zumindest hinsichtlich der Kostenbeteiligung beruhigen. Bisher muss die Stadt keine Straßenanliegerbeiträge erheben. Das könnte sich aber ändern, wenn die Stadt ihre Haushaltspläne nicht mehr ausgleichen und hohe Darlehen aufnehmen müsste. Dann würde nämlich die Kommunalaufsicht des Kreises die Stadt zwingen, neue Geldquellen anzuzapfen. Und das würde bedeuten, dass die Stadt amtlich aufgefordert würde, sich selbst mehr Geld von den Bürgern zu beschaffen, also auch Anliegergebühren. Die Bewohner des Burgweges hoffen nun, dass ihre Straße schon bald ausgebaut wird. Ob dass schon im nächsten Jahr der Fall sein könnte, konnte der Bürgermeister nicht zusagen, weil noch manche Beratungen und vor allem auch die Bereitstellung von Geldern erforderlich ist.

So entsteht ein Schlagloch

Eines brachte die Info-Aktion auch zutage, dass nämlich die Anwohner in ihrer Mehrheit keine Bäume entlang den Gehsteigen an der 6,5 Meter breiten Fahrbahn wünschen. Sie hätten selbst genug Grün bei ihren Häusern, hieß es. Eine grundhafte Erneuerung bedeutet, dass auch zumindest teilweise eine Erneuerung bei den Ver- und Entsorgungsleitungen unter der Straße ansteht, die derzeit von etwa 3000 bis 4000 Fahrzeugen am Tag befahren wird.

(ka)

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