Flohmarkt der Jungen Union im Schlossgarten ist Besuchermagnet

Kronleuchter und Heino-Platten

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Stöbern, feilschen, Leute treffen – der Flohmarkt im Schlossgarten war dank bestem Wetter wieder ein Eldorado für Schnäppchenjäger.

Dieburg - Der Schlossgarten wurde am Samstag zum Mekka für Schnäppchenjäger und Flohmarkt-Fans. Tausende pilgerten auf den Festplatz, der sich mit rund 220Beschickern in einen gigantischen Trödelmarkt verwandelt hatte. Von Ursula Friedrich 

Gut erhaltenes aus Wohnung, Garage und Keller wurde von Privatleuten feil geboten. Viele reisten gar von außerhalb an – und trugen förmlich einen Wettstreit um ein Plätzchen im zugeparkten Stadtkern aus. „Feilschen, handeln, Leute treffen – das macht unseren Flohmarkt so beliebt“, erklärt Friederike Wick. „Viele Besucher loben unseren Markt als letzten Trödelmarkt in der Region“, so die Vorsitzende der Jungen Union weiter. Der Nachwuchs der Christdemokraten übernahm die Organisation des Flohmarkt im Schlossgarten 1996. Im Mai 2016 steht ein runder Geburtstag an.

Populär ist die Veranstaltung wegen der idyllischen Lage im Grünen – vor allem jedoch wegen der Vielfalt im Warensortiment. Zählen Textilien, Spielwaren, Bücher und Haushaltsartikel zum „gängigen Angebot“ auf Second-Hand-Märkten, lässt sich hier beim Stöbern jede Menge Kurioses entdecken. Das original Fünfziger-Jahre-Sofa mit passendem Kissen war „leider schon verkauft“, dafür gab es einen Luftentfeuchter, Kristalllüster, Heino-Platten aus dem vergangenen Jahrhundert, Wildsaufell und Reifenfelgen – letztere leider nur für betagtere Modelle des VW Golf – und einen recht passablen Textiltannenbaum fürs kommende Fest.

Entspannt auf Klappstühlen

Inmitten des Trubels residierten Bettina und Udo Vischer entspannt am Stand auf ihren Klappstühlen. Sie gehören zu den Anbietern der ersten Stunde. „Wenn das Wetter mitspielt, sind wir dabei“, so das Dieburger Paar, das auch diesmal tapfer um 4 Uhr morgens den Tapeziertisch mit Ware bestückte. Nebenan hat sich das Töchterchen selbstständig gemacht – früher verkaufte Mama Bettina ihre zu kleine gewordene Garderobe, heute bietet die 25-Jährige Hausrat feil.

Mit 20 Helfern rückten die Veranstalter an, ein strenges Augenmerk darauf, dass beim Abbau kein Unrat zurückbleibt. „Dafür zahlen unsere Teilnehmer eine Müllkaution“, so die JU-Vorsitzende. Wer sein Plätzchen ordentlich räumt, bekommt das Bare zurück. Für die Nachwuchspolitiker sind die beiden Flohmärkte im Jahr – einen weiteren gibt es am 29. August – eine wichtige Einnahmequelle. „Wir erheben keine Mitgliedsbeiträge“, erklärte das Team. „Geld soll keine Hürde sein, um bei uns Mitglied zu werden.“ 120 sind sie in Dieburg schon und damit der stärkste JU-Verband im Landkreis.

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