„Club der toten Dichter“ an der ADS

Freidenker stürmen ADS-Bühne

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16 Schülerinnen und Schüler aus allen Jahrgängen der ADS bilden den „Club der toten Dichter“.

Dieburg - Theaterspielen hat an der Alfred-Delp-Schule eine lange Tradition, und auch in diesem Jahr wird seit den Herbstferien wieder fleißig geprobt. Von Julia Glaser

Nachdem die Schülerinnen und Schüler der Theater-AG zum Schuljahresbeginn Stücke gesichtet und verglichen hatten, fiel die Wahl auf das Stück „Club der toten Dichter“ von Martin Maier-Bode, das sich an Motiven aus dem gleichnamigen Film aus dem Jahr 1989 orientiert. Zum Inhalt des Stücks: Ordnung, Disziplin, Tradition – das sind die Werte, denen sich das konservative Dr. Hilfgott-Johannis-Internat unter der Leitung der resoluten Direktorin Dannermann verschrieben hat. Das Fördern von Selbstvertrauen, eigenständigem Denken oder Kreativität sind in diesem strikten Umfeld nicht erwünscht.

Genau diese Werte will die neue Deutschlehrerin Martine Berner ihren Schülern jedoch vermitteln und teilt mit ihnen hierfür ihre eigene Liebe zur Literatur und zur Poesie. Sie erzählt von ihrer Zeit am Dr. Hilfgott-Johannis-Internat und den geheimen Treffen des „Clubs der toten Dichter“: Hier durfte man seine Gedanken frei äußern, über verbotene Dinge sprechen und sich mit leidenschaftlicher Poesie beschäftigen, die im Klassensaal nicht zugelassen war. Berners Schüler erwecken nach diesem Vorbild ihren eigenen „Club der toten Dichter“ zum Leben. Immer mehr wächst in ihnen der Wunsch nach Freiheit und Individualität.

Premiere am 21. Februar

Ob sie es schaffen, diese Ziele entgegen der strengen Ordnung der Schule zu erreichen, erfahren die Zuschauer bei der Premiere des Stückes am Samstag, 21. Februar, um 19.30 Uhr in der Aula der Alfred-Delp-Schule. Insgesamt 16 Schülerinnen und Schüler aus allen Jahrgängen stehen für den „Club der toten Dichter“ auf der Bühne. Die Leitung der Theatergruppe haben nach der Pensionierung von Hans-Dieter Hefele nun Tanja Mohrhardt und Christian Lampe übernommen.

Für eine intensive Probewoche waren sie im Januar im Kreisjungendheim Ernsthofen. Die Bühnenbild-AG wird von Rolf Peters geleitet. Sie trifft sich wöchentlich und ist unter anderem für den Bau der Bühne, Licht- und Tontechnik, Programmhefte, Kostüme, Requisiten und Maske verantwortlich. Alle sind mit viel Leidenschaft dabei, und es verspricht ein gelungener Theaterabend zu werden.

Neben der Premiere sind weitere Vorführungen für den 23., 25., 27. und 28. Februar geplant, jeweils um 19.30 Uhr in der Aula der Schule. Karten gibt es ab Mitte Februar für acht Euro bei der Bücherinsel, der Gutenberg-Buchhandlung Plappert und in den Pausen auch direkt im Sekretariat der Alfred-Delp-Schule.

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