23 Goetheschüler beteiligt

Weltnaturerbe Grube Messel auf Film gebannt

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Norbert Reiß (l.) nahm von einigen Goetheschülern und Lehrer Karl Rupp Kopien des Films über das Weltnaturerbe Grube Messel zum Versand nach Peru in Empfang.

Dieburg - Die Goetheschule Dieburg ist Mitglied des Netzwerks der „UNESCO-Projektschulen“. Was das bedeuten kann, unterstrichen Schüler und Lehrer der Bildungsstätte für Fünf- bis Zehntklässler aller Zweige in der Vergangenheit bereits vielfältig. Von Jens Dörr

Sie betreiben bis heute etwa „Goethes Weltladen“, veranstalten einen gemeinnützigen Weihnachtsflohmarkt, verschickten auch schon Kartons mit Hygieneartikeln in die peruanische Partnerschule,  das Colegio Valle Sagrado. „Legendär sind inzwischen schon unsere Schuhputzaktionen“, verweist Lehrer Karl Rupp außerdem auf die Schüler, die im vergangenen Jahr allein mit dieser Tätigkeit in Dieburg und erstmals Groß-Zimmern 2 000 Euro zusammenbrachten. Nun drehte die G8c der Goetheschule unter der Leitung und Mithilfe von Rupp sowie Lehrerkollege Till Wedel einen Film über das UNESCO-Weltnaturerbe Grube Messel und stellte ihn am Donnerstagvormittag der Presse vor. Neben den Medienvertretern schauten auch Schulleiter Christof Maruschka sowie einige Ehrengäste den etwa 30-minütigen Streifen, an dem insgesamt 23 Schüler mitgearbeitet hatten. Zur Vorführung im Physiksaal gekommen war nebst Gattin auch der Dieburger Norbert Reiß, der sich schon länger in Peru engagiert und einige Filmkopien in Empfang nahm, um sie ans Colegio Valle Sagrado zu schicken.

Die peruanische Schule hatte im Vorfeld ihrerseits Szenen von einer Fahrt zu einem Weltkulturerbe vor der eigenen Haustür gedreht: die noch gut nachvollziehbare, von  den  Inkas im 15. Jahrhundert erbaute Ruinenstadt Machu Picchu, die nur eine kurze Bus- und etwas längere Bahnfahrt von der Stadt der Partnerschule entfernt liegt. Während die Peruaner im Beisein von Reiß mit der Handkamera losgezogen waren und ihren Film ohne technische Finesse, dafür aber liebevoll auf Spanisch besprochen, gedreht hatten, gelang den Dieburgern ein für Schülerfilm-Verhältnisse beeindruckendes Werk. Die G8c besorgte sich Grafiken, Animationen und sogar historische Filmsequenzen des Hessischen Rundfunks. Sie zeigte damit die bewegte Geschichte der Grube Messel in früheren Jahrtausenden sowie im vergangenen Jahrhundert und die Entwicklungen dieser Tage.

Professionelles Equipment

Die Schüler nutzten recht professionelles Equipment und folgten einem groben Drehbuch, besprachen die Sequenzen aus dem Off und ließen den Ölschiefer-Abbau sowie archäologischen Funde von Wirbeltieren, Insekten und Pflanzen lebendig werden. Gleichzeitig machten die Schüler, deren Arbeit auch von Grube-Geschäftsleiterin Marie-Luise Frey unterstützt worden war, Lust auf einen Besuch des UNESCO-Weltnaturerbes und seines noch jungen Besucherzentrums nur fünf Kilometer vor Dieburger Haustüren. Übrigens ganz im Sinne des Netzwerks der „UNESCO-Projektschulen“, in denen Jugendliche für Themen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz sowie Bekämpfung von Armut und Elend sensibilisiert werden sollen.

Das Filmteam bildeten Javier Alonso Arosa, Theresa Armbruster, Julian Brüggenkamp, Gionatan Cammarata, Ben Christ, Gian-Luca Facchino, Furkan Güven, Christian Herz, Anja Kaiser, Rena Koepfinger, Tobias Mathes, Sana Naeem, Ines Neumann, Megan Robinson, Simon Röhricht, Justrin Schmidkunz, Niklas Seidel, Ehsan Soltani, Sevkan Tas, Christian Trojan, Svea Wichmann, Jana Willert und Yaren Yumuk.

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